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„Nicht mehr raus können!“ Validität und Differenzierung der Konzepte Hausgebundenheit, Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit: eine Delphi-Studie

Open AccessPublished:August 26, 2022DOI:https://doi.org/10.1016/j.zefq.2022.07.003

      Zusammenfassung

      Hintergrund

      Ortsgebundenheit mit den Dimensionen Hausgebundenheit, Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit geht mit multifaktoriellen Folgen und erhöhtem Mortalitätsrisiko einher. Die Prävalenzen zu Hausgebundenheit und Bettlägerigkeit sind hoch. Um die Dimensionen der Ortsgebundenheit in der Praxis erkennen sowie präventiv oder reduktiv darauf einwirken zu können, sind valide Konzepte nötig. In Vorstudien wurden dazu literaturbasierte Konzeptanalysen zur Hausgebundenheit, Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit durchgeführt, und es wurde ein konzeptuelles Modell der Ortsgebundenheit mit sechs Charakteristika entwickelt: Lebensraumeinschränkung, Hilfsbedürftigkeit, Machtlosigkeit, Mobilitätseinschränkung, Dauerhaftigkeit, Schwäche. Ziel dieser Studie war die Konzeptprüfung durch Differenzierung und Validierung der Dimensionen des Modells hinsichtlich Charakteristika, Ursachen und Risikofaktoren.

      Methode

      Die Konzeptprüfung erfolgte mittels der Delphi-Methode auf Grundlage des DDV-Modells (Differential Diagnostic Validation) nach Fehring. Zur Berichterstattung wurde die CREDES-Guideline verwendet.

      Ergebnisse

      Mit Ausnahme des Charakteristikums Dauerhaftigkeit bei der Rollstuhlgebundenheit konnte eine generelle Zustimmung für alle sechs Charakteristika erreicht werden. Mobilitätseinschränkung und Schwäche erweisen sich als Hauptmerkmale für die Differenzierung. Konsentiert wurden auch die Ursachen (physiologische Instabilität, physische Immobilität) und Risikofaktoren (Erkrankung, Komplexität, Belastung, endogene/exogene Verstärker bzw. Booster). Bei Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit gab es zur Ursache der physiologischen Instabilität nur geringen Konsens. Keinen Konsens erhielt in allen drei Dimensionen die Ursache der physischen Immobilität durch Handkraft und Handbenutzung. Bestätigt wurden die deutschen Begriffe der ursprünglich aus der en glischen Sprache stammenden Dimensionen: Hausgebundenheit (homebound/housebound) 78,26%, Rollstuhlgebundenheit (wheelchair-bound) 60%, Bettlägerigkeit (bedridden) 80%.

      Diskussion

      Während es zu den Dimensionen Hausgebundenheit und Bettlägerigkeit mit wenigen Ausnahmen einen hohen Konsensgrad von Zustimmung/Ablehnung zu den Charakteristika, Ursachen und Risikofaktoren gibt, zeigt sich diese Eindeutigkeit bei der Rollstuhlgebundenheit nicht. Eine mögliche Ursache ist die Mehrdeutigkeit des Begriffs (aktive/passive/dauerhafte/vorübergehende Rollstuhlgebundenheit). Kritisch zu sehen ist die Ablehnung von physischer Immobilität durch Handkraft und Handbenutzung, stellt diese doch einen wesentlichen Beitrag sowohl in der selbstständigen Fortbewegung des Rollstuhls als auch beim Drehen und Aufsetzen im Bett dar. Ebenso ist vor dem Hintergrund der Prävention der Konsens darüber zu hinterfragen, dass bettlägerige Personen einerseits zur Fortbewegung einen Rollstuhl benötigen und andererseits keine Sitzposition aufrechterhalten können. Kann eine aufrechte Sitzposition gehalten werden und/oder wird diese zum Erhalt der orthostatischen Stabilität gefördert, entspricht dies einer Rollstuhlgebundenheit.

      Schlussfolgerung

      Die Validität der Dimensionen des Modells der Ortsgebundenheit ist ein wesentlicher Beitrag zur evidenzbasierten Gesundheitsversorgung und stellt eine Grundlage für die Entwicklung von pflegerischen und interdisziplinären Interventionen zur Prävention und Reduktion von Ortsgebundenheit dar. Mobilität hat nicht nur einen großen Einfluss auf die individuelle Lebensqualität, sondern auch auf Ressourcen im Versorgungssystem. Ein valides Konzept ist demnach nicht nur für die Wissenschaft und Forschung, sondern auch für die Wirtschaft und Gesundheitspolitik von Bedeutung. Allerdings sind dazu weitere Studien zur Validitätsprüfung im klinischen Setting mit den Betroffenen selbst notwendig.

      Abstract

      Introduction

      Being place-bound, including the dimensions of being homebound, wheelchair-bound and bedridden, has multifactorial consequences and carries an increased risk of mortality. The prevalence of being homebound and bedridden is high. Valid concepts are necessary to recognize the dimensions of being place-bound in practice and to act preventively or reductively. In preliminary studies, literature-based concept analyses of being homebound, wheelchair-bound and bedridden were carried out and a conceptual model with the following six characteristics was developed: life‐space confinement, in need of help, powerlessness, mobility limitation, endurance, weakness. The aim of this study was to test the concept by differentiating and validating the dimensions of the model with regard to characteristics, antecedents, and risk factors.

      Method

      Concept testing was carried out employing the Delphi method based on Fehring’s DDV (Differential Diagnostic Validation) model. The CREDES guideline was used for reporting.

      Results

      Apart from the characteristic of endurance in connection with being wheelchair-bound, general approval was achieved for all six characteristics. Mobility limitation and weakness are the main characteristics of differentiation. Antecedents (physiological instability, physical immobility) and risk factors (illness, complexity, stress, endogenous/exogenous booster) were also consented. Regarding the concepts of being wheelchair-bound and bedridden, there was little consensus on the antecedents of physiological instability. The antecedents of physical immobility through hand strength and hand use received no consensus in any of the dimensions. The German terms of the dimensions, originally coined in English, were confirmed: Hausgebundenheit (being homebound) 78.26%, Rollstuhlgebundenheit (being wheelchair-bound) 60%, Bettlägerigkeit (being bedridden) 80%.

      Discussion

      With a few exceptions, a high level of consensus regarding the approval/rejection of the characteristics, antecedents, and risk factors of the dimensions of being homebound and bedridden is shown. This unambiguity is not evident in the dimension of wheelchair-boundness. One possible cause is the ambiguity of the term itself (active/passive/permanent/temporary wheelchair use). The rejection of physical immobility through hand strength/use is to be seen critically since this is essential in independent movement of the wheelchair and when turning/sitting down in bed. The fact that bedridden people, on the one hand, need a wheelchair to move and, on the other hand, cannot maintain a sitting position, must also be questioned. If an upright sitting position can be maintained, this must be promoted to support orthostatic stability, which would correspond to being wheelchair-bound.

      Conclusion

      The validity of the dimensions of the model of being place-bound is an essential contribution to evidence-based health care and provides a basis for the development of nursing and interdisciplinary interventions to prevent and reduce being place-bound. Mobility does not only have a major impact on the individual quality of life, but also on the resources of the health care system. Therefore, a valid concept is not only important for science and research, but also for health economy and health policy. However, further studies on validity testing in clinical settings including those affected are necessary.

      Schlüsselwörter

      Keywords

      Hintergrund

      Bewegung ist ein wesentliches Merkmal des Lebens und ermöglicht Entwicklung und Kontakte. Der Verlust von Bewegung verläuft meist prozesshaft bis hin zur Bettlägerigkeit und ist gekennzeichnet durch die allmähliche Ortsfixierung. Zum Gefühl, an einen Ort „fixiert“ zu sein, kommen die Abhängigkeit von anderen Personen, der Verlust von Privatheit und Kontrolle über die eigenen vier Wände und das Erleben eines allmählichen (sozialen) Sterbens hinzu [
      • Zegelin A.
      “Festgenagelt sein”–Der Prozess des Bettlägerigwerdens durch allmähliche Ortsfixierung.
      ]. Zur Früherkennung und Prävention von Ortsfixierung und Bettlägerigkeit sind evidenzbasierte Pflegediagnosen nötig, die jedoch aktuell nicht vorliegen [

      Schirghuber J, Schrems B. Ortsfixierung und Bettlägerigkeit im Kontext von Gebundenheit (boundedness). Die Entwicklung einer konzeptuellen Begriffsdefinition auf Grundlage einer integrativen Übersichtsarbeit. Pflege 2018; 31:87-99. https://doi.org/10.1024/1012-5302/a000606.

      ]. Evidenzbasierte Pflegediagnosen basieren auf eindeutig definierten Konzepten mittels literaturbasierter Konzeptanalyse [
      • de Oliviera Lopes M.V.
      • Da Silva V.M.
      • Da Cruz D.d.A.L.M.
      Revised Level of Evidence Criteria for Diagnosis Submission.
      ]. Diese beschreibt die Bedeutung eines Phänomens, das durch einen Begriff benannt und mittels Charakteristika, Ursachen und Folgen definiert wird [
      • Bousso R.S.
      • Poles K.
      • Da Cruz D.d.A.L.M.
      Conceitos e Teorias na Enfermagem.
      ]. Zur Steigerung der Evidenz von Pflegediagnosen sind im Weiteren Validierungsstudien mittels Pflegeexpert*innen und mit den Betroffenen selbst notwendig [
      • de Oliviera Lopes M.V.
      • Da Silva V.M.
      • Da Cruz D.d.A.L.M.
      Revised Level of Evidence Criteria for Diagnosis Submission.
      ]. Ausgangspunkt für die literaturbasierten Konzeptanalysen zu Ortsfixierung und Bettlägerigkeit war die Durchführung einer integrativen Übersichtsarbeit [

      Schirghuber J, Schrems B. Ortsfixierung und Bettlägerigkeit im Kontext von Gebundenheit (boundedness). Die Entwicklung einer konzeptuellen Begriffsdefinition auf Grundlage einer integrativen Übersichtsarbeit. Pflege 2018; 31:87-99. https://doi.org/10.1024/1012-5302/a000606.

      ] mit dem Ziel, die Grundlage für eine konzeptuelle Definition zu schaffen. Mittels der integrativen Übersichtsarbeit wurden deutsch- und englischsprachige Begriffsverwendungen herausgearbeitet, die eine breite internationale Anerkennung finden. Die Klärung der deutschen Begrifflichkeit (Ortsfixierung, Bettlägerigkeit) im internationalen Kontext zeigte, dass die häufigsten englischsprachigen Begriffe zum Prozess des Bettlägerigwerdens homebound/housebound, wheelchair-bound und bedridden/bedbound sind [

      Schirghuber J, Schrems B. Ortsfixierung und Bettlägerigkeit im Kontext von Gebundenheit (boundedness). Die Entwicklung einer konzeptuellen Begriffsdefinition auf Grundlage einer integrativen Übersichtsarbeit. Pflege 2018; 31:87-99. https://doi.org/10.1024/1012-5302/a000606.

      ]. Homebound oder Hausgebundenheit weist eine hohe Prävalenz auf. Diese reicht von 5,6% von älteren Menschen (n = 2 Millionen) der Medicare Versicherung (USA) [
      • Ornstein K.A.
      • Leff B.
      • Covinsky K.E.
      • Ritchie C.S.
      • Federman A.D.
      • Roberts L.
      • Kelley A.S.
      • Siu A.L.
      • Szanton S.L.
      Epidemiology of the Homebound Population in the United States.
      ], über 14,4% von über 65 jährigen Menschen in einer größeren Stadt in Japan [
      • Umegaki H.
      • Yanagawa M.
      • Nakashima H.
      • Makino T.
      • Kuzuya M.
      The prevalence of homebound individuals in the elderly population: a survey in a city area in Japan, Nagoya.
      ], 17,7% bis 19,5% von älteren Menschen in Israel [
      • Cohen-Mansfield J.
      • Shmotkin D.
      • Hazan H.
      Homebound older persons: prevalence, characteristics, and longitudinal predictors.
      ], bis hin zur höchsten gemessenen Prävalenz von 19,6% von Medicare Versicherten aus fünf US-Staaten [
      • Musich S.
      • Wang S.S.
      • Hawkins K.
      • Yeh C.S.
      Homebound older adults: Prevalence, characteristics, health care utilization and quality of care.
      ]. Im Gegensatz zur Hausgebundenheit fand sich zur Bettlägerigkeit nur eine Prävalenzstudie in österreichischen Pflegeheimen, nach der 49,8% der Bewohner*innen (n = 3054) bettlägerig waren [
      • Schrank S.
      • Zegelin A.
      • Mayer H.
      • Mayer H.
      Prävalenzerhebung zur Bettlägerigkeit und Ortsfixierung: Eine Pilotstudie.
      ]. Zu Rollstuhlgebundenheit (wheelchair-bound) wurden keine Zahlen zur Häufigkeit gefunden. Folgen von Hausgebundenheit sind unter anderen, dass medizinische Leistungen kaum oder nicht rechtzeitig in Anspruch genommen werden, was zu Hospitalisation und institutioneller Pflege führt und die Gesundheitskosten erhöht [
      • Wajnberg A.
      • Ornstein K.
      • Zhang M.
      • Smith K.L.
      • Soriano T.
      Symptom burden in chronically ill homebound individuals.
      ]. Hausgebundenheit ist ein prädiktiver Faktor eines erhöhten Mortalitätsrisikos (risk-ratio [RR] 1.33, 95% Konfidenzintervall (CI) = 1.08-1.63) [
      • Cohen-Mansfield J.
      • Shmotkin D.
      • Hazan H.
      The effect of homebound status on older persons.
      ], als auch ein Risikofaktor (unabhängig von soziodemographischen Daten, sozialer Unterstützung, funktioneller Einschränkungen und Komorbidität) einer Zwei-Jahres Mortalität (hazard-ratio (HR) 2.08, 95% CI = 1.63-2.65, p < .001) [
      • Soones T.
      • Federman A.
      • Leff B.
      • Siu A.L.
      • Ornstein K.
      Two-Year Mortality in Homebound Older Adults: An Analysis of the National Health and Aging Trends Study.
      ]. Auch Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit weisen eine höhere Mortalitätsrate (23,5%) auf gegenüber Menschen, die mit Gehilfen (7,7%) oder unabhängig (5,4%) gehen können [
      • Sarria Cabrera M.A.
      • Gomes Dellaroza M.S.
      • Trelha C.S.
      • Cecilio C.H.
      • de Souza S.E.
      One-year follow-up of non-institutionalized dependent older adults: mortality, hospitalization, and mobility.
      ]. Zudem verweisen die physischen, psychosozialen und/oder spirituellen Folgen von Hausgebundenheit, Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit (z. B. das Voranschreiten von Inaktivität, Dekubitus, Kontraktur, Abhängigkeit, Depression, soziale Isolation, keine religiöse Teilnahme) auf die Notwendigkeit von umfangreichen pflegerischen [

      Schirghuber J, Schrems B. Ortsfixierung und Bettlägerigkeit im Kontext von Gebundenheit (boundedness). Die Entwicklung einer konzeptuellen Begriffsdefinition auf Grundlage einer integrativen Übersichtsarbeit. Pflege 2018; 31:87-99. https://doi.org/10.1024/1012-5302/a000606.

      ,

      Schirghuber J, Schrems, B. Homebound. A concept analysis. Nursing Forum 2021; 56: 742-751. https://doi.org/10.1111/nuf.12586 .

      ,

      Schirghuber J, Schrems, B. Being wheelchair-bound and being bedridden. Two concept analysis. Under review 2021.

      ] und interdisziplinären Interventionen zur Prävention von Ortsgebundenheit bzw. auf ein Voranschreiten hin zur Bettlägerigkeit [

      Schirghuber J, Schrems, B. Homebound. A concept analysis. Nursing Forum 2021; 56: 742-751. https://doi.org/10.1111/nuf.12586 .

      ,

      Schirghuber J, Schrems, B. Being wheelchair-bound and being bedridden. Two concept analysis. Under review 2021.

      ]. Ein weiteres Ergebnis der integrativen Übersichtsarbeit war, dass zu den Phänomenen Hausgebundenheit, Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit keine klaren Konzepte vorliegen und diese Phänomene im Kontext von Gebundenheit (boundedness) zu sehen sind [

      Schirghuber J, Schrems B. Ortsfixierung und Bettlägerigkeit im Kontext von Gebundenheit (boundedness). Die Entwicklung einer konzeptuellen Begriffsdefinition auf Grundlage einer integrativen Übersichtsarbeit. Pflege 2018; 31:87-99. https://doi.org/10.1024/1012-5302/a000606.

      ]. Gegeben der Prävalenz und der Folgen als auch des Fehlens klarer Konzepte, wurden in einem nächsten Schritt literaturbasierte Konzeptanalysen zu Hausgebundenheit [

      Schirghuber J, Schrems, B. Homebound. A concept analysis. Nursing Forum 2021; 56: 742-751. https://doi.org/10.1111/nuf.12586 .

      ], zu Rollstuhlgebundenheit und zu Bettlägerigkeit [

      Schirghuber J, Schrems, B. Being wheelchair-bound and being bedridden. Two concept analysis. Under review 2021.

      ] durchgeführt und ein konzeptuelles Modell (im Folgenden Modell) zur Ortsgebundenheit entwickelt. Die Grundlage dazu waren die Ergebnisse der Datensynthese aus der integrativen Übersichtsarbeit, die ein erstes Modell zu Gebundenheit (boundedness) hervorbrachte [

      Schirghuber J, Schrems B. Ortsfixierung und Bettlägerigkeit im Kontext von Gebundenheit (boundedness). Die Entwicklung einer konzeptuellen Begriffsdefinition auf Grundlage einer integrativen Übersichtsarbeit. Pflege 2018; 31:87-99. https://doi.org/10.1024/1012-5302/a000606.

      ] und mit den Ergebnissen der literaturbasierten Konzeptanalysen [

      Schirghuber J, Schrems, B. Homebound. A concept analysis. Nursing Forum 2021; 56: 742-751. https://doi.org/10.1111/nuf.12586 .

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      Schirghuber J, Schrems, B. Being wheelchair-bound and being bedridden. Two concept analysis. Under review 2021.

      ] ergänzt und weiterentwickelt wurden.

      Das Modell der Ortsgebundenheit

      „Nicht mehr raus können!“ kennzeichnet Ortsgebundenheit und bedeutet im Kontext der Dimensionen Hausgebundenheit, Rollstuhlgebundenheit, Bettlägerigkeit eine dauerhafte Einschränkung des Lebensraums durch chronische Erkrankungen und/oder durch den Alterungsprozess [

      Schirghuber J, Schrems, B. Homebound. A concept analysis. Nursing Forum 2021; 56: 742-751. https://doi.org/10.1111/nuf.12586 .

      ,

      Schirghuber J, Schrems, B. Being wheelchair-bound and being bedridden. Two concept analysis. Under review 2021.

      ]. Die Dimensionen Hausgebundenheit, Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit weisen gleiche Charakteristika, Ursachen, Risikofaktoren und Folgen (Abbildung 1) mit unterschiedlichen Ausprägungen auf, die nun folgend auf Grundlage der literaturbasierten Konzeptanalysen zu Hausgebundenheit [

      Schirghuber J, Schrems, B. Homebound. A concept analysis. Nursing Forum 2021; 56: 742-751. https://doi.org/10.1111/nuf.12586 .

      ], Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit [

      Schirghuber J, Schrems, B. Being wheelchair-bound and being bedridden. Two concept analysis. Under review 2021.

      ] erläutert werden.
      Figure thumbnail gr1
      Abbildung 1Modell der Ortsgebundenheit (adaptiert nach Schirghuber & Schrems, 2021
      [

      Schirghuber J, Schrems, B. Homebound. A concept analysis. Nursing Forum 2021; 56: 742-751. https://doi.org/10.1111/nuf.12586 .

      ]
      ).
      Gemeinsame Charakteristika sind: (1) Einschränkung des Lebensraums (2) Hilfsbedürftigkeit zum Verlassen des Hauses und in den Aktivitäten des täglichen Lebens – ADL und in den Instrumentellen Aktivitäten des täglichen Lebens - IADL, (3) Machtlosigkeit, (4) Mobilitätseinschränkung, (5) Dauerhaftigkeit, (6) Schwäche. Grundsätzlich unterscheiden sich die Dimensionen der Ortsgebundenheit darin, dass hausgebundene Personen im Haus verweilen, ohne einer selbständigen Fortbewegung außerhalb des Hauses. Der Lebensraum im Haus (z. B. Küche, Bad/WC, Schlafzimmer, Balkon) kann noch selbstständig (z. B. mit Rollator, Halten an Möbel) erreicht werden. Rollstuhlgebundene Personen, die sich nicht mehr selbstständig mit dem Rollstuhl fortbewegen können, verweilen hingegen an einem Ort im Rollstuhl sitzend und benötigen Hilfestellung zum Ortswechsel. Der Lebensraum im Haus kann nicht ohne Hilfe erreicht werden. Das selbstständige Gehen und Stehen ist nicht mehr möglich. Die Sitzposition im Rollstuhl kann noch (oder nur für kurze Zeit) gehalten werden. Bettlägerige Personen sind liegend im Bett an einen Ort (z. B. Schlafzimmer) gebunden. Das Sitzen ist kaum bzw. nicht mehr möglich und der Lebensraum außerhalb des Bettes kann nicht mehr selbstständig erreicht werden.
      Die Ursachen von Ortsgebundenheit sind die physiologische Instabilität und/oder die physische Immobilität. Die physiologische Instabilität ist gekennzeichnet durch Veränderungen eines oder mehrerer physiologischer Parameter (z. B. Sauerstoffsättigung, ineffektive Atmung, chronische Kreislaufinstabilität). Sie unterscheidet sich zur physischen Immobilität, die charakterisiert ist durch die Einschränkung oder den Verlust der körperlichen Mobilität (durch Kraftlosigkeit in den Beinen, Gangunsicherheit, Unbeweglichkeit der unteren Extremitäten, Lähmungen) bzw. der posturalen Stabilität (z. B. durch Gleichgewichtsstörungen).
      Risikofaktoren haben Einfluss auf das Entstehen bzw. das Verstärken der Ursachen von Hausgebundenheit, Rollstuhlgebundenheit oder Bettlägerigkeit und folglich auf Ortsgebundenheit. Diese sind durch vier prominente Faktoren (Erkrankung, Komplexität, Belastung, Verstärker bzw. Booster) gekennzeichnet. Chronische bzw. muskuloskelettale Erkrankungen können in jedem Alter auftreten, Gebrechlichkeit (Frailty) und Sarkopenie bei älteren Menschen. Erkrankungen werden komplexer durch Co-/Multimorbidität und Polypharmazie. Belastung bedeutet Krankheits- bzw. Symptomlast und persönliches Leiden und Leidensempfinden. Diese Risikofaktoren können durch endogene Verstärker ( = Booster) (z. B. inaktiver Lebensstil, Depression, Demenz) und exogene Verstärker (z. B. nicht angepasste Hilfsmittel, überlastete Pflegepersonen bzw. Angehörige, geringe medizinische und therapeutische Betreuungsangebote wie Physiotherapie) erhöht werden.
      Die Folge von Ortsgebundenheit ist das Voranschreiten von physischer Inaktivität in den ADL und IADL einhergehend mit umfangreichen Auswirkungen im physischen, psychosozialen und/oder spirituellen Bereich. Beispiele sind Dekubitus, Infektionen, Pneumonie, Depressionen, Angst, soziale Isolation, Einsamkeit oder keine Teilnahme an religiösen Zusammenkünfte.

      Ziel und Fragestellungen

      Um die Anschlussfähigkeit des Modells der Ortsgebundenheit an die Praxis zu garantieren, ist ein Abstimmungsprozess mit Pflegeexpert*innen notwendig [

      Schirghuber J, Schrems B. Ortsfixierung und Bettlägerigkeit im Kontext von Gebundenheit (boundedness). Die Entwicklung einer konzeptuellen Begriffsdefinition auf Grundlage einer integrativen Übersichtsarbeit. Pflege 2018; 31:87-99. https://doi.org/10.1024/1012-5302/a000606.

      ]. Ziel dieser Studie ist die Konzeptprüfung. Damit soll das aus der Literatur entwickelte Modell und deren englischsprachigen Begriffe aus Sicht der deutschsprachigen Pflegepraxis im Hinblick auf die Dimensionen differenziert und validiert werden. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die Entwicklung evidenzbasierter Pflegediagnosen und Interventionen zur Prävention und Reduktion von Ortsgebundenheit.
      Aus diesem Ziel leiten sich folgende Fragestellungen ab:
      • 1.
        Zu welchen Charakteristika der Hausgebundenheit, Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit besteht ein Konsens der Zustimmung und Ablehnung?
      • 2.
        Mit welchen Charakteristika können Hausgebundenheit, Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit voneinander unterschieden werden?
      • 3.
        Zu welchen Ursachen und Risikofaktoren zu Hausgebundenheit, Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit besteht ein Konsens der Zustimmung und Ablehnung?
      • 4.
        Sind die deutschsprachigen Begriffe für Hausgebundenheit (homebound), Rollstuhlgebundenheit (wheelchair-bound) und Bettlägerigkeit (bedriddenness) passend? Welche deutschsprachigen Begriffe könnten die Dimensionen treffender bezeichnen?

      Methode

      Die Beantwortung der Forschungsfragen erfolgt mittels der Delphi-Methode auf Grundlage des DDV-Modells ( = Differential Diagnostic Validation) für Pflegediagnosen nach Fehring [
      • Fehring R.
      Methods to Validate Nursing Diagnoses, Heart & Lung.
      ]. Mögliche Ziele einer Delphi-Studie sind die Sammlung von Ideen und Vorhersagen als auch die Bildung eines Konsenses zu einem bestimmten Thema. Dazu werden Expert*innenmeinungen zu einem Thema systematisch erfasst. Die zentralen Merkmale dieser Methodik sind die anonyme Befragung von Expert*innen, die Rückmeldung und die Wiederholung der Befragungsrunden sowie die Ermittlung einer Gruppenmeinung durch statistische Auswertung [
      • Köck-Hódi S.
      • Mayer H.
      Die Delphi-Methode: Übereinstimmung zu einem Thema durch Befragung von Expertinnen.
      ]. Das DDV-Modell nach Fehring [
      • Fehring R.
      Methods to Validate Nursing Diagnoses, Heart & Lung.
      ] wurde entwickelt, um zwei ähnliche Pflegediagnosen aus der Sicht von Pflegeexpert*innen zu differenzieren und damit verbunden zu validieren. Pflegediagnosen sind Pflegekonzepte, die ursächliche Faktoren (related factors of nursing diagnosis) und bestimmende Merkmale (defining characteristics of nursing diagnosis) besitzen [
      • Bousso R.S.
      • Poles K.
      • Da Cruz D.d.A.L.M.
      Conceitos e Teorias na Enfermagem.
      ]. Pflegediagnosen werden bei der NANDA-I Pflegediagnosenklassifikation nach dem Level of Evidence (LOE) eingeteilt. Das Modell der Ortsgebundenheit ist mit einem LOE 2.1 (conceptual validity) einzuordnen. Um aber den ranghöheren Evidenzlevel (LOE 2.2 = content validity) zu erreichen, ist diese Delphi-Studie mit Pflegeexpert*innen notwendig [
      • de Oliviera Lopes M.V.
      • Da Silva V.M.
      • Da Cruz D.d.A.L.M.
      Revised Level of Evidence Criteria for Diagnosis Submission.
      ]. Das DDV-Modell bietet so die Möglichkeit, auf Expert*innenebene einen Konsens und eine Differenzierung zu den konzeptuellen Begriffsdefinitionen zu Hausgebundenheit, Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit zu erlangen. Im Rating werden alle Charakteristika hinsichtlich ihres Zutreffens bewertet und die konsentierten Charakteristika zur Differenzierung der Dimensionen verglichen [
      • Fehring R.
      Methods to Validate Nursing Diagnoses, Heart & Lung.
      ]. Die Berichterstattung dieser Studie orientiert sich an der CREDES-Guideline [
      • Jünger S.
      • Payne S.A.
      • Brine J.
      • Radbruch L.
      • Brearley S.G.
      Guidance on Conducting and REporting DElphi Studies (CREDES) in palliative care: Recommendations based on a methodological systematic review.
      ]. Die ursprünglich für die Palliative Care entwickelte Guideline beinhaltet sehr allgemein alle Anforderungen an eine Delphi-Studie und kann daher auch für andere Themenbereiche empfohlen und angewendet werden.

      Operationalisierung und Fragenbogenentwicklung

      Die Operationalisierung der Dimensionen der Hausgebundenheit, Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit erfolgte auf Grundlage der Konzeptanalysen [

      Schirghuber J, Schrems, B. Homebound. A concept analysis. Nursing Forum 2021; 56: 742-751. https://doi.org/10.1111/nuf.12586 .

      ,

      Schirghuber J, Schrems, B. Being wheelchair-bound and being bedridden. Two concept analysis. Under review 2021.

      ]. Da die Validierung auf die Entwicklung von Pflegediagnosen abzielt, wurden analog dem PES-Schema von Pflegediagnosen ( = Pflegediagnosentitel/-definition, Ethiology/Ursache, Symptoms/Charakteristika [
      • Ladwig G.B.
      • Makic M.B.F.
      • Martinez-Kratz M.
      Nursing Process, Clinical Reasoning, Nursing Diagnosis, and Evidence-Based Nursing.
      ]) die Folgen von Hausgebundenheit, Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit nicht in das Rating einbezogen. Um der Frage nach der Differenzierung der drei Dimensionen nachgehen zu können, wurden entsprechend dem DDV-Modell nach Fehring [
      • Fehring R.
      Methods to Validate Nursing Diagnoses, Heart & Lung.
      ], alle Fragen der drei Dimensionen in einem Fragebogen zusammengefügt. Der Fragebogen bestand für die erste Befragungsrunde aus sechs (zu Hausgebundenheit aus sieben) Teilbereichen: (1) Einführung mit Kurzdefinition zu Gebundenheit an einen Ort inkl. aller drei Dimensionen, der Bekanntgabe der zufälligen Zuteilung der Dimension und der Frage zur Einwilligung an der Studie teilzunehmen; Rating der Fragen aller drei Dimensionen im Kontext der zufällig zugeteilten Dimension zu (2) Charakteristika; (3) Ursachen; (4) Risikofaktoren; (5) Frage zum deutschsprachigen Begriff im Kontext der zugeteilten Dimension; (6) Fragen zu soziodemographischen Daten. Zudem konnten in der ersten Befragungsrunde Ergänzungen zu Charakteristika, Ursachen und Risikofaktoren vorgenommen werden, die für die weiteren Befragungsrunden zur Beurteilung in den Fragenbogen integriert wurden. Im fünften Teilbereich wurde der Frage zum deutschsprachigen Begriff der jeweiligen Dimension nachgegangen. Dieser Teilbereich wurde bewusst nach dem Rating von Charakteristika, Ursachen und Risikofaktoren gestellt, damit die Pflegeexpert*innen ein umfassenderes Bild zu Konzept und Begriff der jeweilig zu beurteilender Dimension entwickeln konnten. Vorgeschlagene Begriffe dienten der Ideengenerierung. Sollte der Begriff einer Dimension jedoch mehrheitlich abgelehnt werden (Ablehnung >50%), so sind die von den Pflegeexpert*innen vorgeschlagenen Begriffe in die weiteren Befragungsrunden zu beurteilen.
      Aufgrund des zeitgleichen Auftretens des ersten Lockdowns durch die COVID-19 Pandemie im März 2020 wurde zur Ideengenerierung für potenzielle Nachfolgestudien bei der Dimension Hausgebundenheit eine siebente Fragenrubrik zum persönlichen Erleben der COVID-19 von Gebundenheit an einen Ort (z. B. an das Haus/Wohnung) integriert. Die Beantwortung basierte auf Freiwilligkeit. Es gab dazu keine Rückmeldung an die Teilnehmer*innen und keine Befragung in den nachfolgenden Befragungsrunden. Die zweite und dritte Befragungsrunde verlief idem zur ersten Befragungsrunde, allerdings mit einer Reduktion der Teilbereiche in vier Abschnitten: (1) Einführung - idem zur ersten Runde; (2) Charakteristika; (3) Ursachen; (4) Risikofaktoren.

      Stichprobe, Charakteristika und Rekrutierung der Pflegeexpert*innen

      Die Stichprobe ergab sich in Anlehnung an das DDV-Modell nach Fehring [
      • Fehring R.
      Methods to Validate Nursing Diagnoses, Heart & Lung.
      ], welcher als Gruppengröße von z. B. 50 Expert*innen bzw. eine große Gruppengröße von 100 Expert*innen (zum Zweck der Differenzierung randomisiert den zwei zu untersuchenden Pflegediagnosen zugeordnet) vorschlug. Die Problematik besteht aber weniger in der Festlegung der Gruppengröße, sondern vielmehr in der Verfügbarkeit von potentiellen Expert*innen [
      • Köck-Hódi S.
      • Mayer H.
      Die Delphi-Methode: Übereinstimmung zu einem Thema durch Befragung von Expertinnen.
      ]. Neben dem Erreichen einer großen Stichprobe war es auch Ziel, die deutschen Begriffe zu den Dimensionen im deutschsprachigen Raum auf mögliche sprachliche Nuancen zu untersuchen. Daher erfolgte die Rekrutierung der Pflegeexpert*innen aus Österreich, Deutschland, Schweiz, Südtirol/Italien. Hierzu wurden multiple Strategien angewendet: Anschreiben von Institutionen im Langzeitpflegebereich inkl. der Trägerschaft, Ausbildungsinstitutionen in der Pflege, Rekrutierung über persönliche Kontakte und Pflegevereinigungen bzw. Berufsverbände. Für diese Studie wurden Pflegeexpert*innen rekrutiert, die den Nachweis eines Diploms für Gesundheits- und Krankenpflege haben, mindestens fünf Jahre in der Gesundheits- und Krankenpflege berufstätig waren und Erfahrungen mit pflegebedürftigen Menschen bzw. eine Zusatzqualifikation aufweisen in der Pflege von chronischen Erkrankungen, in der gerontologischen Pflege, in der Pflegebegutachtung, im Case und Care Management, in der Pflegegeldeinstufung, im Pflegemanagement, in der Pflegepädagogik. Eine Unterschreitung der Berufsjahre wurde im Einzelfall der Pflegexpertise (z. B. mit einem Studium und/oder Zusatzqualifikationen) in der Pflege abgewogen. Der Empfehlung Fehrings [
      • Fehring R.
      Methods to Validate Nursing Diagnoses, Heart & Lung.
      ] folgend, dass die teilnehmenden Expert*innen neben praktischer Erfahrung inklusive pflegediagnostischem Wissen im Idealfall Masterniveau vorweisen können, wurden Pflegepersonen mit einem zusätzlichen Hochschulabschluss (Bachelor, Master, Doktorat) eingeschlossen. Zusätzlich konnten Pflegeexpert*innen mit einem Pflegediplom teilnehmen, wenn diese sich zum Zeitpunkt der Studie in einem laufenden pflegewissenschaftlichen Studiengang befanden. Ein wesentliches Einschlusskriterium in der Rekrutierung ist die Bereitschaft der Expert*innen an mehreren Befragungsrunden teilzunehmen [
      • Köck-Hódi S.
      • Mayer H.
      Die Delphi-Methode: Übereinstimmung zu einem Thema durch Befragung von Expertinnen.
      ]. Dementsprechend wurde bereits bei der Rekrutierung darauf hingewiesen. Für diese Studie konnten insgesamt 79 Pflegeexpert*innen zur Teilnahme rekrutiert werden.

      Ethische Aspekte

      Die Teilnahme basierte auf Freiwilligkeit mittels informierter Einwilligung mit Angaben zum Ziel, Ablauf der Studie und der Zusage der Anonymität und des Datenschutzes. Ein Rückschluss auf die Person wurde durch die Codierung der Daten ausgeschlossen. Das Ausfüllen des Fragebogens konnte jederzeit abgebrochen werden. In diesem Fall wurden die bereits eingegebenen Daten gelöscht.

      Pretest

      Für den Pretest wurden neun Pflegeexpert*innen (aus Deutschland, Schweiz, Österreich) rekrutiert, die einen anonymen Zugang zum Online-Fragebogen und in einem E-Mail einen Feedbackbogen mit einer Bewertung des Inhalts, des Layouts und der Nachvollziehbarkeit des Online-Fragebogens erhielten. Die Bewertungskriterien sind im Flowchart zum Ablauf der Delphi-Studie (Abbildung 2) ersichtlich. Zu den Fragen im Fragebogen gab es keine sprachlichen Nuancen unter den Teilnehmer*innen aus Deutschland, der Schweiz und aus Österreich. Die Verbesserungsvorschläge zu den Bewertungskriterien wurden in den Fragebogen eingearbeitet.
      Figure thumbnail gr2
      Abbildung 2Flowchart zur Delphi-Studie [
      • Hartigan I.
      A comparative review of the Katz ADL and the Barthel Index in assessing the activities of daily living of older people.
      ,
      • Graf C.
      The Lawton instrumental activities of daily living scale.
      ].

      Durchführung und Auswertung der Delphi-Studie

      Die Delphi-Studie wurde mit drei Befragungsrunden geplant und durchgeführt. Dies ist eine Erweiterung des DDV-Modells nach Fehring, in dem zur Differenzierung eine oder zwei Befragungsrunden (mit bereits vorgegebenen Fragen ohne Ergänzungsmöglichkeit) vorgeschlagen sind [
      • Fehring R.
      Methods to Validate Nursing Diagnoses, Heart & Lung.
      ]. Der Grund für drei Runden war, dass die teilnehmenden Pflegeexpert*innen in der ersten Befragungsrunde Ergänzungen in den Fragenrubriken tätigen konnten, die in weiterer Folge für alle drei Dimensionen gleichsam zur Beurteilung standen. Vor der ersten Befragungsrunde wurden die Pflegeexpert*innen per Zufallsprinzip einer Dimension für alle drei Befragungsrunden gleichbleibend zugeordnet. Nach jeder Befragungsrunde erfolgte eine Rückmeldung über die Ergebnisse der jeweils beurteilten Dimension, um den Expert*innen die Möglichkeit zu geben, ihre persönliche Meinung mit den Ansichten der weiteren Expert*innen zu vergleichen [
      • Köck-Hódi S.
      • Mayer H.
      Die Delphi-Methode: Übereinstimmung zu einem Thema durch Befragung von Expertinnen.
      ]. Aus der Literatur gehen keine allgemeingültigen Richtlinien bezüglich des Konsensgrades hervor [
      • Köck-Hódi S.
      • Mayer H.
      Die Delphi-Methode: Übereinstimmung zu einem Thema durch Befragung von Expertinnen.
      ,
      • Keeney S.
      • McKenna H.
      • Hasson F.
      The Delphi Technique in Nursing and Health Research.
      ]. So wurde für die erste und zweite Befragungsrunde der Konsensgrad für die Zustimmung oder Ablehnung eines Items nach Fehring [
      • Fehring R.
      Methods to Validate Nursing Diagnoses, Heart & Lung.
      ] zur Konsensbildung von charakteristischen Merkmalen einer Pflegediagnose mit ≥80% festgesetzt (bedeutendes Charakteristikum). Bei einem Konsens zu einer Frage (Zustimmung wie Ablehnung ≥80%) ist diese bei der weiteren Befragungsrunde nicht mehr gestellt worden. Nach der dritten Befragungsrunde erfolgte ebenfalls die Untersuchung des Konsensgrad >50% bis <80%, das nach Fehring [
      • Fehring R.
      Methods to Validate Nursing Diagnoses, Heart & Lung.
      ] als ein geringes Charakteristikum bezeichnet wird. Ein Konsensgrad ≤50% bei Zustimmung und Ablehnung wurde als kein Konsens bewertet.

      Ergebnisse

      Pflegeexpert*innen

      Von den insgesamt 79 rekrutierten Pflegeexpert*innen beteiligten sich an der ersten Befragungsrunde 67 (zufällig zugeteilt zu Hausgebundenheit n = 23, Rollstuhlgebundenheit n = 20, Bettlägerigkeit n = 24). Dies entspricht einer Teilnahmequote von 84,8%. An der zweiten Befragungsrunde haben 59 (Hausgebundenheit n = 21, Rollstuhlgebundenheit n = 17, Bettlägerigkeit n = 21) und an der dritten Befragungsrunde 55 Pflegeexpert*innen (Hausgebundenheit n = 20, Rollstuhlgebundenheit n = 15, Bettlägerigkeit n = 20) teilgenommen. Die Drop-out Rate (von Rekrutierung bis Abschluss) betrug zu Hausgebundenheit (7/27 Personen) 25,9%, zu Rollstuhlgebundenheit (11/26 Personen) 42,3%, und zu Bettlägerigkeit (6/26 Personen) 23,1%. Die soziodemographischen Merkmale der an der ersten Befragungsrunde teilgenommenen Pflegeexpert*innen sind in der Tabelle 1 dargestellt.
      Tabelle 1Soziodemographische Daten der Pflegeexpert*innen (n = 67).
      Geschlecht
      Weiblich4973,13%Männlich1826,87%
      Alter
      25 bis 35 Jahre1725,37%46 bis 55 Jahre1826,87%
      36 bis 45 Jahre2232,84%56 bis 65 Jahre1014,92%
      Herkunft
      Deutschland710,45%Schweiz1420,90%
      Österreich4567,16%Südtirol11,49%
      Höchster Abschluss in der Pflege
      Diplom Pflege34,48%Master/Magister4059,70%
      Bachelor1826,87%PhD/Doktor68,95%
      Setting der bisherigen pflegerischen Berufstätigkeit (Insgesamt 190 Antworten = 100%)
      Häusliche Pflege1910,00%Lehrtätigkeit Pflege4423,16%
      Akutkrankenhaus5126,84%Selbstständigkeit in der Pflege63,16%
      Pflegeheim2111,05%Familiengesundheitspflege42,10%
      Betreutes Wohnen42,10%Schulgesundheitspflege10,53%
      Rehabilitation63,16%Forschung178,95%
      Palliativpflege73,68%Andere (nicht näher bezeichnet)94,74%
      Arztpraxis10,53%
      Berufsjahre im Bereich der Pflege
      unter 5 Jahre45,97%21 bis 25 Jahre1116,42%
      5 bis 10 Jahre1217,91%26 bis 30 Jahre68,95%
      11 bis 15 Jahre1522,39%31 und mehr Jahre1116,42%
      16 bis 20 Jahre811,94%
      Zusatzqualifikation in der Pflege (Insgesamt 155 Antworten = 100%)
      Pflegepädagogik3623,22%Intensiv-/Anästhesiepflege31,93%
      Pflegemanagement2415,46%Gesundheitsmanagement10,65%
      Praxisanleiter127,73%MScN10,65%
      Case- und Care Management85,16%Pflegeexpertin10,65%
      Pflegegeldeinstufung31,93%Praxisbegleitung für Basale Stimulation10,65%
      Pflegesachverständige(r)10,65%Gerontologische Pflege10,65%
      Clinical Assessment117,09%Erwachsenenbildner*in10,65%
      ANP3220,64%Klinische Ethikberatung10,65%
      Palliative Care21,29%Psychiatrische Forschung10,65%
      Chronische Erkrankungen10,65%Pflegeexpertin HöFa II10,65%
      Pflege im Operationsbereich10,65%CAS Management10,65%
      Leadership Ausbildung10,65%CAS Forschungsmanagement10,65%
      Pflegeforschung10,65%Keine Angabe74,50%
      E-Qalin – Prozessmanagement10,65%
      Anzahl der Zusatzqualifikationen
      1 Zusatzqualifikation1928,36%4 Zusatzqualifikationen68,96%
      2 Zusatzqualifikationen2537,31%5 Zusatzqualifikationen22,98%
      3 Zusatzqualifikationen1420,90%6 Zusatzqualifikationen11,49%

      Befragungsrunden

      Erste Runde

      In der ersten Runde waren insgesamt 114 Fragen in drei Fragenrubriken zu beurteilen (63 Charakteristika, 18 Ursachen, 33 Risikofaktoren). Das Ergebnis des Konsensgrades der ersten Runde beträgt insgesamt für Zustimmung und Ablehnung (≥80%): Hausgebundenheit 15/114 Items (13,16%), Rollstuhlgebundenheit 6/114 Items (5,26%), Bettlägerigkeit 30/114 Items (26,32%). Aufgrund der Möglichkeit zu jeder Fragenrubrik Ergänzungen vorzunehmen, wurden durch die Pflegeexpert*innen 24 Items hinzugefügt (Anhang A). Diese wurden für Hausgebundenheit, Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit in den weiteren zwei Befragungsrunden zur Beurteilung aufgenommen. Um der vierten Forschungsfrage nachzugehen, wurde im Weiteren erhoben, ob die englischsprachigen Begriffe zu Hausgebundenheit (homebound), Rollstuhlgebundenheit (wheelchair-bound) und Bettlägerigkeit (bedriddenness) im Kontext der zu beurteilenden Dimension passend sind, und wenn nicht, welche Begriffe zu einer einheitlichen deutschsprachigen Pflegefachsprache geeignet wären. Dem Begriff Hausgebundenheit wurde von 78,26% der Pflegeexpert*innen zugestimmt. Vorschläge für einen treffenderen Begriff sind: „Ortsgebundenheit, eingeschränkt auf (Zuhause, Zimmer, Bett)“, „ans Haus gebunden sein“, „Wohnraumgebundenheit“. Dem Begriff Rollstuhlgebundenheit wurde von 60% der Pflegeexpert*innen zugestimmt, da dieser nach Meinung einer/eines Pflegeexpertin/en mehrdeutig sei: „Abstufung zwischen selbstständiger Fortbewegung und nicht selbstständiger Fortbewegung, die zu Ortsgebundenheit führt.“ Es gab allerdings von den Pflegeexpert*innen nur wenige Vorschläge für einen treffenderen Begriff wie „Rollstuhlimmobil“, „Immobilität im Raum“. Dem Begriff Bettlägerigkeit wurde von 80% der Pflegeexpert*innen zugestimmt. Vorschläge dazu waren „Gebundenheit ans Bett“, „Immobilität“, „Lebensraumbeschränkung“, „Bettgebundene Isolation“, „Lang- oder permanent andauernde Bettlägerigkeit“. Aufgrund der Zustimmung von >50% zu allen drei Dimensionen wurden die durch die Pflegeexpert*innen genannten Vorschläge nicht in die zweite und dritte Runde zur Beurteilung eingebracht und die Begriffe Hausgebundenheit, Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit weiterverwendet.

      Zweite Runde

      Zu Beginn der zweiten Runde erfolgte via E-Mail die Rückmeldung an alle Pflegeexpert*innen für ihre zugeteilte Dimension mit den wichtigsten Ergebnissen. Zugleich wurde eine pdf.Datei mit allen Fragen des Fragebogens und dem Konsensgrad (inkl. farblicher Markierung des Zustimmungs-/Ablehnungsgrads ≥80%) übermittelt. Das Ergebnis des Konsensgrades der zweiten Runde beträgt insgesamt für Zustimmung und Ablehnung (≥80%): Hausgebundenheit 18/123 Items (14,63%), Rollstuhlgebundenheit 2/132 Items (1,52%), Bettlägerigkeit 19/108 Items (17,59%). Diese Prozentsätze sind auf Basis der noch zu beurteilenden Items der ersten Delphi-Runde und der ergänzenden Fragen ( = 24 Items) durch die Pflegeexpert*innen aus der ersten Befragungsrunde berechnet.

      Dritte Runde

      Die Rückmeldung der Ergebnisse erfolgte in identer Weise wie für Runde zwei. Allerdings wurden zur besseren Visualisierung im Entscheidungsprozess in der pdf.Datei nur die konsentierten Fragen zu Zustimmung/Ablehnung ≥80% der ersten und zweiten Befragungsrunde via E-Mail übermittelt und im Online-Fragebogen zu jeder der noch zu beurteilenden Frage der Konsensgrad für Zustimmung und Ablehnung integriert. Das Ergebnis des Konsensgrades der dritten Runde beträgt insgesamt für Zustimmung und Ablehnung (≥80%): Hausgebundenheit 37/105 Items (35,24%), Rollstuhlgebundenheit 9/130 Items (6,92%), Bettlägerigkeit 21/89 Items (23,60%). Im Anschluss daran erfolgte die Rückmeldung zur dritten Befragungsrunde mit einem Dankesschreiben und dem Endergebnis. Dazu wurden allen Pflegeexpert*innen alle eingeschlossenen und ausgeschlossenen Fragen (Konsens ≥80%) aller Dimension übermittelt.

      Gesamtergebnisse

      Der Konsensgrad von Zustimmung bis Ablehnung in Tabelle 2 bezieht sich auf insgesamt 138 Items (ursprünglich 114 Items + 24 vorgeschlagene Items der Pflegeexpert*innen aus der ersten Befragungsrunde). Deutlich sichtbar ist das entgegengesetzte Verhältnis der Zustimmung/Ablehnung und keinen Konsens in der Dimension Rollstuhlgebundenheit gegenüber den Dimensionen Hausgebundenheit und Bettlägerigkeit.
      Tabelle 2Konsensgrad Zustimmung bis Konsensgrad Ablehnung aller drei Dimensionen.
      KonsensgradeHausgebundenheitRollstuhlgebundenheitBettlägerigkeit
      Konsens Zustimmung ≥80%46 Items12 Items54 Items
      Konsens Zustimmung >50% bis <80%23 Items30 Items28 Items
      Kein Konsens27 Items58 Items30 Items
      Konsens Ablehnung >50% bis <80%18 Items33 Items10 Items
      Konsens Ablehnung ≥80%24 Items5 Items16 Items

      Charakteristika

      Zur Beurteilung und Differenzierung der drei Dimensionen standen insgesamt 64 Items der Charakteristika (Tabelle 3) mit folgendem Konsens-Ergebnis (>50% bis <80% und ≥80% Zustimmung/Ablehnung): Hausgebundenheit 49/64 Items (76,56%), Rollstuhlgebundenheit 38/64 Items (59,38%) und Bettlägerigkeit 58/64 Items (90,63%).
      Tabelle 3Charakteristika zu den Dimensionen der Ortsgebundenheit.
      Charakteristika – Zustimmung/Ablehnung/kein KonsensHG
      HG = Hausgebundenheit; RG = Rollstuhlgebundenheit; BL = Bettlägerigkeit.
      RG
      HG = Hausgebundenheit; RG = Rollstuhlgebundenheit; BL = Bettlägerigkeit.
      BL
      HG = Hausgebundenheit; RG = Rollstuhlgebundenheit; BL = Bettlägerigkeit.
      Benötigen Hilfe zum Verlassen des Lebensraums (Haus, Raum, Bett)
      ... einen Gehstock
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      ... Krücken
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Charakteristika in allen drei Dimensionen.
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      ... einen Rollator
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      ... einen Rollstuhl
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      ... assistierende Hilfe durch die Assistenz einer anderen Person
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... assistierende Hilfe durch einen Spezialtransport (z.B. Rettung, Krankentransport)
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... beim Wechsel eines Raumes
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... beim Transfer Bett-Stuhl
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      ... zum Verlassen des Bettes
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... beim Sitzen auf der Bettkante (Bettrand)
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      Benötigen Hilfe in den ADL und/oder IADL
      ... (ADL) Nahrungsaufnahme
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      ... (ADL) Baden und Duschen
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... (ADL) Waschen
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... (ADL) An- und/oder Auskleiden
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... (ADL) Harninkontinenzversorgung
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... (ADL) Stuhlinkontinenzversorgung
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... (ADL) Benutzung der Toilette
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... (IADL) Essenvorbereitung
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... (IADL) Benutzung des Telefons
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Charakteristika in allen drei Dimensionen.
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      ... (IADL) Einkaufen
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... (IADL) Führung des Haushalts
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... (IADL) Wäscheversorgung
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... (IADL) Benützung von Verkehrsmittel
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... (IADL) Management der Medikamente (Besorgung aus der Apotheke)
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... (IADL) Korrekte Medikamentendispensierung
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      ... (IADL) Korrekte Medikamenteneinnahme
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Charakteristika in allen drei Dimensionen.
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      ... (IADL) Management finanzieller Geschäfte in einer Bank
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      ... (IADL) Erledigen kleinerer Ausgaben aus der Geldbörse
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      ... (IADL) Benutzung von sozialen Medien
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Charakteristika in allen drei Dimensionen.
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Machtlosigkeit
      ... aufgrund einer dauerhaft bestehenden Erkrankung und/oder Gebrechlichkeit
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... da sie ihr Haus nicht mehr selbstständig verlassen können
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... da sie ihren Sitzplatz nicht mehr selbstständig verlassen können
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... da sie ihr Bett nicht mehr selbstständig verlassen können
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... aufgrund der Situation an einen Ort gebunden zu sein
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... aufgrund des Kontrollverlusts über die eigenen vier Wände
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Mobilitätseinschränkung
      ... benötigen zur selbstständigen Fortbewegung im Haus ein Hilfsmittel wie einen Gehstock
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Charakteristika in allen drei Dimensionen.
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      ... benötigen zur selbstständigen Fortbewegung im Haus ein Hilfsmittel wie Krücken
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Charakteristika in allen drei Dimensionen.
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      ... benötigen zur selbstständigen Fortbewegung im Haus ein Hilfsmittel wie einen Rollator
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Charakteristika in allen drei Dimensionen.
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      ... haben Schwierigkeiten beim Treppensteigen
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      ... können über längere Zeit keine Sitzposition im Rollstuhl/Stuhl halten
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      ... können nicht selbstständig stehen
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... können nicht selbstständig gehen
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... können keine Sitzposition aufrechterhalten
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      ... bei der Neupositionierung der Sitzposition im Rollstuhl
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Charakteristika in allen drei Dimensionen.
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      ... können nur etwa fünf Meter unabhängig gehen
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Charakteristika in allen drei Dimensionen.
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      ... stützen sich beim Gehen im Haus auf Möbel
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      ... benötigen zur Fortbewegung innerhalb und außerhalb des Hauses einen Rollstuhl
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      ... können sich im Bett noch selbstständig umdrehen
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Dauerhaftigkeit und Lebensraumeinschränkung
      ... sind dauerhaft an das Haus gebunden
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... sind dauerhaft mittels Rollstuhls an einen Ort gebunden
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Charakteristika in allen drei Dimensionen.
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      ... liegen dauerhaft im Bett
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... verlassen das Haus trotz Hilfe nur noch bis zu viermal pro Monat
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Charakteristika in allen drei Dimensionen.
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      ... verlassen das Haus trotz Hilfe nur noch für wenige Minuten pro Tag
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Charakteristika in allen drei Dimensionen.
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      ... verlassen das Haus trotz Hilfe nur noch für die medizinische Versorgung oder im Notfall
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... verlassen das Haus trotz Hilfe nur noch für die Teilnahme an religiösen Zusammenkünfte
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Charakteristika in allen drei Dimensionen.
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      ... verlassen das Haus trotz Hilfe nur noch für einen Spaziergang um das Haus bzw. Häuserblock
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Charakteristika in allen drei Dimensionen.
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      ... verlassen das Haus trotz Hilfe nur noch für einen Friseurbesuch
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Charakteristika in allen drei Dimensionen.
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      ... verlassen das Haus trotz Hilfe nur noch für eine Familienfeier oder ein Begräbnis
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      Schwäche
      ... fühlen sich schwach
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... liegen tagsüber häufig im Bett
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... sind zu schwach, um am Bettrand (Bettkante) selbstständig sitzen zu können
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... sind zu schwach, um aus dem Bett selbstständig aufzustehen
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ... verbringen viel Zeit in sitzender Position
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      ... können sich nicht selbstständig mit dem Rollstuhl fortbewegen
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      ++ (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      + (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      - (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      -- (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Charakteristika in allen drei Dimensionen.
      * HG = Hausgebundenheit; RG = Rollstuhlgebundenheit; BL = Bettlägerigkeit.

      Benötigen Hilfe zum Verlassen des Lebensraums

      Konsentiert wurde, dass ortsgebundene Personen Hilfe zum Verlassen des Lebensraums (Haus, Raum, Bett als Lebensraum) durch eine andere Person und dazu differente Hilfsmittel benötigen: Hausgebundene Personen benötigen einen Gehstock, einen Rollator oder Rollstuhl; rollstuhlgebundene Personen einen Rollstuhl; bettlägerige Personen benötigen einen Spezialtransport wie Rettung, Krankentransport oder einen Rollstuhl (geringes Charakteristikum). Bettlägerige Personen benötigen zum Verlassen des Bettes als Lebensraums ebenso Hilfe beim Transfer-Bett-Stuhl und beim Sitzen auf der Bettkante.

      Benötigen Hilfe in den ADL und/oder IADL

      Konsentiert und differenziert wurde, dass hausgebundene Personen die Hilfe im ADL beim Baden und Duschen benötigen, die sich bei rollstuhlgebundenen Personen durch Unterstützung beim Waschen und An-/Auskleiden und bei der Benutzung der Toilette intensiviert. Bei Bettlägerigkeit ist die Unterstützung in sämtlichen ADĹs erforderlich. Hausgebundene Personen benötigen Hilfe nur bei jenen IADL, die außer Haus durchgeführt werden müssen (z. B. Einkaufen, Medikamentenbesorgung). Diese benötigte Hilfe intensiviert sich wiederum bei rollstuhlgebunden und bettlägerigen Personen mit der Unterstützung in sämtlichen IADĹs.

      Machtlosigkeit

      Konsentiert wurde in allen drei Dimensionen die Frage „Machtlosigkeit aufgrund der Situation an einen Ort gebunden zu sein“. Am stärksten ausgeprägt ist die Machtlosigkeit bei bettlägerigen Menschen.

      Mobilitätseinschränkung

      Hausgebundene Personen können sich im Haus noch selbst durch Festhalten an Möbel fortbewegen, und das selbstständige Drehen im Bett ist möglich. Das selbstständige Gehen ist bei rollstuhlgebundenen Personen nicht mehr möglich. Ein Rollstuhl wird sowohl bei Rollstuhlgebundenheit (bedeutendes Charakteristikum) als auch bei Bettlägerigkeit (geringes Charakteristikum) zur Fortbewegung innerhalb und außerhalb des Hauses benötigt. Bettlägerige Personen können hingegen weder gehen noch stehen oder eine Sitzposition aufrechterhalten.

      Dauerhaftigkeit und Lebensraumeinschränkung

      Konsentiert wurde Dauerhaftigkeit und Lebensraumeinschränkung als Charakteristika nur bei hausgebundenen und bettlägerigen Personen. Keinen Konsens gab es dazu bei Rollstuhlgebundenheit.

      Schwäche

      Das Item „Verbringen viel Zeit in sitzender Position“ ist das kennzeichnende Merkmal von Schwäche bei hausgebundenen und rollstuhlgebundenen Personen. Bettlägerige Personen wiederum fühlen sich bzw. sind zu schwach, um am Bettrand (Bettkannte) selbstständig sitzen zu können, aus dem Bett selbstständig aufzustehen oder sich mit dem Rollstuhl selbstständig fortzubewegen.

      Ursachen

      Zur Beurteilung der Ursachen standen insgesamt 24 Items (Tabelle 4) mit folgendem Konsens-Ergebnis (>50% bis <80% und ≥80% Zustimmung/Ablehnung): Hausgebundenheit 21/24 Items (87,50%), Rollstuhlgebundenheit 12/24 Items (50,00%) und Bettlägerigkeit 15/24 Items (62,50%).
      Tabelle 4Ursachen zu den Dimensionen der Ortsgebundenheit.
      Ursachen – Zustimmung/Ablehnung/kein KonsensHG
      HG = Hausgebundenheit; RG = Rollstuhlgebundenheit; BL = Bettlägerigkeit.
      RG
      HG = Hausgebundenheit; RG = Rollstuhlgebundenheit; BL = Bettlägerigkeit.
      BL
      HG = Hausgebundenheit; RG = Rollstuhlgebundenheit; BL = Bettlägerigkeit.
      Physiologischer Instabilität
      Chronische Kreislaufinstabilität
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Chronisch herabgesetzte Sauerstoffsättigung
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Chronisch ineffektive Atmung
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Chronisch periphere Durchblutungsstörung
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Chronisch zerebrale Durchblutungsstörung
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      Chronisch kardiale Durchblutungsstörung
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Chronische Ödeme
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Ursachen in allen drei Dimensionen.
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Chronisches Flüssigkeitsdefizit
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Ursachen in allen drei Dimensionen.
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      Chronisch schwankender Blut-Glukose-Spiegel
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Ursachen in allen drei Dimensionen.
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      Physische Immobilität
      Chronische Bewegungseinschränkung bzw. Unbeweglichkeit der oberen Extremitäten
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Ursachen in allen drei Dimensionen.
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      Chronische Bewegungseinschränkung bzw. Unbeweglichkeit der unteren Extremitäten
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Chronische Verminderung bzw. Kraftlosigkeit in den Händen
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Ursachen in allen drei Dimensionen.
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      Chronische Verminderung bzw. Kraftlosigkeit in den Beinen
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Chronische Einschränkung von zielgerichteten Bewegungen
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Chronische Gleichgewichtsstörung
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Chronische Gangunsicherheit
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      Chronische Einschränkung im aufrechten Gang
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      Chronische Einschränkung der aufrechten Körperhaltung
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      Amputation der unteren Extremität(en)
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Amputation der oberen Extremität(en)
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Ursachen in allen drei Dimensionen.
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      Lähmung der unteren Extremität(en)
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      Lähmung der oberen Extremität(en)
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Ursachen in allen drei Dimensionen.
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      Spastik der unteren Extremität(en)
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      Spastik der oberen Extremität(en)
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Ursachen in allen drei Dimensionen.
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      ++ (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      + (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      - (Konsensgrad Ablehnung von >50% bis <80%).
      -- (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Ursachen in allen drei Dimensionen.
      * HG = Hausgebundenheit; RG = Rollstuhlgebundenheit; BL = Bettlägerigkeit.

      Risikofaktoren

      Zur Beurteilung der Risikofaktoren standen insgesamt 50 Items (Tabelle 5) mit folgendem Konsens-Ergebnis (>50% bis <80% und ≥80% Zustimmung/Ablehnung): Hausgebundenheit 41/50 Items (82,00%), Rollstuhlgebundenheit 30/50 Items (60,00%), und Bettlägerigkeit 35/50 Items (70,00%).
      Tabelle 5Risikofaktoren zu den Dimensionen der Ortsgebundenheit.
      Risikofaktoren- Zustimmung/Ablehnung/kein KonsensHG
      HG = Hausgebundenheit; RG = Rollstuhlgebundenheit; BL = Bettlägerigkeit.
      RG
      HG = Hausgebundenheit; RG = Rollstuhlgebundenheit; BL = Bettlägerigkeit.
      BL
      HG = Hausgebundenheit; RG = Rollstuhlgebundenheit; BL = Bettlägerigkeit.
      Komplexität der Erkrankungen
      Komorbidität oder Multimorbidität
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Polypharmazie
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      Belastung
      Erhöhte Krankheitslast bzw. Symptomlast
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Fatigue-Syndrom
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Akute und/oder chronische Schmerzen
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Endogener Verstärker (Booster)
      Adipositas
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Mangelernährung
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      Verstärktes psychisches Leidensempfinden
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      Bewegungsarmer Lebensstil
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      Wissensdefizit über die eigene(n) Erkrankung(en)
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Risikofaktoren in allen drei Dimensionen.
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Wissensdefizit über die eigenen Medikamente
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Risikofaktoren in allen drei Dimensionen.
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Probleme im Selbstmanagement der eigenen chronischen Erkrankung(en)
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      Geringe Bildung
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Risikofaktoren in allen drei Dimensionen.
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      Frauen
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Risikofaktoren in allen drei Dimensionen.
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      Ältere Menschen
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      Probleme in der Einhaltung des Behandlungsplans bzw. des Medikamentenplans
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Risikofaktoren in allen drei Dimensionen.
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Geringe oder fehlende Bewältigung von Krankheit(en) bzw. Gebrechlichkeit und deren Auswirkungen
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      Ängstliche Menschen
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      Depression
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Demenz
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Alkoholerkrankung
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Risikofaktoren in allen drei Dimensionen.
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Hinnehmen der Situation der Ortsgebundenheit als schicksalhaft
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Verringertes Selbstwertgefühl
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Verringertes Selbstvertrauen
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Sturzangst
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Hörbeeinträchtigung bzw. Hörverlust
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Risikofaktoren in allen drei Dimensionen.
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      Sehbeeinträchtigung bzw. Blindheit
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Inkontinenz
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Mangelndes Wissen über Hilfsangebote in Pflege und Betreuung
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Chronische Wunden
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Verringerte Orientierung außerhalb des Hauses
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Kognitive Beeinträchtigungen (z. B. durch geistige Behinderung, mentale Retardierung)
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Psychische Beeinträchtigungen (z. B. durch ein Messi-Syndrom, Schizophrenie)
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Exogener Verstärker (Booster)
      Geringe Verfügbarkeit von medizinischer Versorgung
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Unzureichende psychologische bzw. psychotherapeutische Begleitung in der häuslichen oder institutionellen Pflege
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      Unangepasste Hilfsmittel (Stock, Rollator, Rollstuhl)
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Keine Einschulung bzw. Training in der Verwendung von Hilfsmitteln (z.B. Stock, Krücken, Rollator, Rollstuhl)
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Betreuung durch überlastete Pflegekräfte
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Betreuung durch überlastete Angehörige
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Betreuung von Pflegepersonen bzw. Angehörigen mit schicksalhafter Einstellung zur Ortsgebundenheit
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Schwierige soziale Situation
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Schwierige finanzielle Situation
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Risikofaktoren in allen drei Dimensionen.
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      Einmal/mehrere Male Hospitalisation
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Leben im ländlichen Gebiet
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Risikofaktoren in allen drei Dimensionen.
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      Ressourcendefizit für die Mobilisation
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Nicht barrierefreie Umgebung (z.B. Wohnung, Haus)
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Unzureichende Verfügbarkeit von Physiotherapie und/oder Ergotherapie
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Wenig bis keine sozialen Kontakte
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      Mangelnde Hilfeleistungen durch andere Personen
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      Fehlende Tagesstruktur
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      ++ (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%).
      + (Konsensgrad Zustimmung von ≥50% bis <80%).
      (Kein Konsens = Zustimmung und Ablehnung ≤50%).
      - (Konsensgrad Ablehnung von ≥50% bis <80%).
      -- (Konsensgrad Ablehnung von ≥80%).
      Ausgeschlossen bzw. kein Konsens zu Risikofaktoren in allen drei Dimensionen.
      * HG = Hausgebundenheit; RG = Rollstuhlgebundenheit; BL = Bettlägerigkeit.

      Ausgeschlossene Charakteristika, Ursachen, Risikofaktoren

      Nach Abschluss aller drei Befragungsrunden waren insgesamt 32/138 Items (23,19%) auszuschließen (gekennzeichnet in den Tabellen 3, 4, 5 durch ⊗), die eine Ablehnung oder keinen Konsens in allen drei Dimensionen erhielten. Bei den Charakteristika sind es 15/64 Items (23,44%), bei den Ursachen 8/24 Items (33,33%) und bei den Risikofaktoren 9/50 Items (18,00%).
      Das von den Pflegeexpert*innen validierte Modell der Ortsgebundenheit ist in seiner Gesamtheit in Tabelle 6 dargestellt.
      Tabelle 6Validiertes Modell der Ortsgebundenheit.
      ORTSGEBUNDENHEIT
      „Nicht mehr raus können!“ kennzeichnet Ortsgebundenheit und bedeutet eine dauerhafte Einschränkung des Lebensraums durch chronische Erkrankungen und/oder durch den Alterungsprozess. Ortsgebundenheit unterscheidet sich durch drei Dimensionen – Hausgebundenheit – Rollstuhlgebundenheit – Bettlägerigkeit.
      Dimension Hausgebundenheit - CharakteristikaDimension Rollstuhlgebundenheit - CharakteristikaDimension Bettlägerigkeit - Charakteristika
      Lebensraumeinschränkung
      Das Charakteristikum „Lebensraumeinschränkung“ wurde als Kurzdefinition im Fragebogen zur Erklärung integriert. Weitere Fragen dazu sind im Charakteristikum „Dauerhaftigkeit“ gestellt.


      Die Betroffenen verweilen im Haus, ohne einer selbständigen Fortbewegung außerhalb des Hauses. Der Lebensraum im Haus (z. B. Küche, Bad/WC, Schlafzimmer, Balkon) kann noch selbst erreicht werden.
      Lebensraumeinschränkung
      Das Charakteristikum „Lebensraumeinschränkung“ wurde als Kurzdefinition im Fragebogen zur Erklärung integriert. Weitere Fragen dazu sind im Charakteristikum „Dauerhaftigkeit“ gestellt.


      Die Betroffenen verweilen an einem Ort im Rollstuhl sitzend, ohne einer selbstständigen Fortbewegung. Der Lebensraum im Haus (z. B. Küche, Schlafzimmer, Bad/WC, Balkon) kann nicht mehr selbst erreicht werden.
      Lebensraumeinschränkung
      Das Charakteristikum „Lebensraumeinschränkung“ wurde als Kurzdefinition im Fragebogen zur Erklärung integriert. Weitere Fragen dazu sind im Charakteristikum „Dauerhaftigkeit“ gestellt.


      Die Betroffenen verweilen an einem Ort im Bett liegend, ohne einer selbstständigen Fortbewegung. Der Lebensraum rund um das Bett kann nicht mehr selbst erreicht werden.
      Benötigen Hilfe zum Verlassen des Lebensraums

      Hausgebundene Personen benötigen zum Verlassen des Hauses Hilfsmittel...
      • einen Rollator
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • einen Gehstock
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • einen Rollstuhl
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Hausgebundene Personen benötigen beim Verlassen des Hauses Hilfe...
      • durch die Assistenz einer anderen Person
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      Benötigen Hilfe zum Verlassen des Lebensraums

      Rollstuhlgebundene Personen benötigen zum Verlassen des Hauses Hilfsmittel...
      • einen Rollstuhl
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      Rollstuhlgebundene Personen benötigen Hilfe...
      • durch die Assistenz einer anderen Person
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • beim Wechsel eines Raumes
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • zum Verlassen des Bettes
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Benötigen Hilfe zum Verlassen des Lebensraums

      Bettlägerige Personen benötigen zum Verlassen des Hauses Hilfsmittel...
      • einen Rollstuhl
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Bettlägerige Personen benötigen Hilfe...
      • zum Verlassen des Bettes
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • durch einen Spezialtransport (z.B. Rettung, Krankentransport)
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • beim Wechsel eines Raumes
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • durch die Assistenz einer anderen Person
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • beim Transfer Bett-Stuhl
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • beim Sitzen auf der Bettkante (Bettrand)
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Benötigen Hilfe in den ADL/IADL

      Hausgebundene Personen benötigen Hilfe im ADL…
      • Baden und Duschen
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Hausgebundene Personen benötigen Hilfe im IADL...
      • Einkaufen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Benützung von Verkehrsmittel
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Management der Medikamente (Besorgung aus der Apotheke)
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      Benötigen Hilfe in den ADL/IADL

      Rollstuhlgebunden Personen benötigen Hilfe im ADL…
      • Baden und Duschen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Benutzung der Toilette
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Waschen
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • An-/Auskleiden
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Rollstuhlgebundene Personen benötigen Hilfe im IADL…
      • Führung des Haushalts
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Benützung von Verkehrsmittel
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Einkaufen
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Wäscheversorgung
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Management der Medikamente (Besorgung aus der Apotheke)
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Benötigen Hilfe in den ADL/IADL

      Bettlägerige Personen benötigen Hilfe im ADL…
      • Harninkontinenzversorgung
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Baden und Duschen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Benutzung der Toilette
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Waschen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • An-/Auskleiden
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Stuhlinkontinenzversorgung
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Nahrungsaufnahme
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Bettlägerige Personen benötigen Hilfe im IADL…
      • Essensvorbereitung
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Führung des Haushalts
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Wäscheversorgung
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Einkaufen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Management der Medikamente (Besorgung aus der Apotheke)
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Benutzung von Verkehrsmittel
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Korrekte Medikamentendispensierung
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Management finanzieller Geschäfte in einer Bank
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Erledigen kleinerer Ausgaben aus der Geldbörse
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Machtlosigkeit

      Hausgebundene Personen fühlen sich machtlos…
      • da sie ihr Haus nicht mehr selbstständig verlassen können
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • aufgrund der Situation an einen Ort gebunden zu sein
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Machtlosigkeit

      Rollstuhlgebundene Personen fühlen sich machtlos…
      • aufgrund der Situation an einen Ort gebunden zu sein
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Machtlosigkeit

      Bettlägerige Personen fühlen sich machtlos…
      • da sie ihr Haus nicht mehr selbstständig verlassen können
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • da sie ihren Sitzplatz nicht mehr selbstständig verlassen können
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • da sie ihr Bett nicht mehr selbstständig verlassen können
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • aufgrund einer dauerhaft bestehenden Erkrankung und/oder Gebrechlichkeit
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • der Situation an einen Ort gebunden zu sein
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • aufgrund des Kontrollverlusts über die eigenen vier Wände
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      Mobilitätseinschränkung

      Hausgebundene Personen…
      • stützen sich beim Gehen im Haus häufig auf Möbel
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • haben Schwierigkeiten beim Treppensteigen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • können sich im Bett noch selbstständig umdrehen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      Mobilitätseinschränkung

      Rollstuhlgebundene Personen…
      • benötigen zur selbstständigen Fortbewegung innerhalb und außerhalb des Hauses einen Rollstuhl
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • haben Schwierigkeiten beim Treppensteigen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • können nicht selbstständig gehen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      Mobilitätseinschränkung

      Bettlägerige Personen…
      • können nicht selbstständig gehen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • können nicht selbstständig stehen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • benötigen zur Fortbewegung innerhalb und außerhalb des Hauses einen Rollstuhl
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • können keine Sitzposition aufrechterhalten
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • können über längere Zeit keine Sitzposition im Rollstuhl/Stuhl halten
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • haben Schwierigkeiten beim Treppensteigen
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Dauerhaftigkeit

      Hausgebundene Personen…
      • sind dauerhaft an das Haus gebunden
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Sie verlassen das Haus trotz Hilfe nur noch…
      • für eine Familienfeier oder ein Begräbnis.)
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • für die medizinische Versorgung oder im Notfall
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      Dauerhaftigkeit

      Keine Zustimmung zu Items
      Dauerhaftigkeit

      Bettlägerige Personen…
      • sind dauerhaft an das Haus gebunden
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • liegen dauerhaft im Bett
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      Sie verlassen das Haus trotz Hilfe nur noch…
      • für die medizinische Versorgung oder im Notfall
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      Schwäche

      Hausgebundene Personen…
      • verbringen viel Zeit in sitzender Position
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      Schwäche

      Rollstuhlgebundene Personen…
      • verbringen viel Zeit in sitzender Position
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Schwäche

      Bettlägerige Personen…
      • liegen tagsüber häufig im Bett
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • sind zu schwach, um aus dem Bett selbstständig aufzustehen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • fühlen sich schwach
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • können sich nicht selbstständig mit dem Rollstuhl fortbewegen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • sind zu schwach, um am Bettrand (Bettkante) selbstständig sitzen zu können
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      Dimension Hausgebundenheit - UrsachenDimension Rollstuhlgebundenheit - UrsachenDimension Bettlägerigkeit - Ursachen
      Physiologische Instabilität
      • Chronische Kreislaufinstabilität
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Chronisch herabgesetzte Sauerstoffsättigung
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Chronisch ineffektive Atmung
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Chronisch kardiale Durchblutungsstörung
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Chronisch periphere Durchblutungsstörung
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Chronisch zerebrale Durchblutungsstörung
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Physiologische Instabilität
      • Chronisch zerebrale Durchblutungsstörung
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Physiologische Instabilität
      • Chronisch zerebrale Durchblutungsstörung
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Physische Immobilität
      • Chronische Bewegungseinschränkung bzw. Unbeweglichkeit der unteren Extremitäten
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Chronische Verminderung bzw. Kraftlosigkeit in den Beinen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Chronische Gleichgewichtsstörung
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Chronische Gangunsicherheit
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Lähmung der unteren Extremität(en)
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Chronische Einschränkung von zielgerichteten Bewegungen
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Chronische Einschränkung im aufrechten Gang
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Chronische Einschränkung der aufrechten Körperhaltung
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Amputation der unteren Extremität(en)
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Spastik der unteren Extremität(en)
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Physische Immobilität
      • Chronische Bewegungseinschränkung bzw. Unbeweglichkeit der unteren Extremitäten
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Amputation der unteren Extremität(en)
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Lähmung der unteren Extremität(en)
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Spastik der unteren Extremität(en)
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Chronische Verminderung bzw. Kraftlosigkeit in den Beinen
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Physische Immobilität
      • Chronische Bewegungseinschränkung bzw. Unbeweglichkeit der unteren Extremitäten
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Chronische Verminderung bzw. Kraftlosigkeit in den Beinen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Chronische Gangunsicherheit
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Chronische Einschränkung im aufrechten Gang
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Chronische Einschränkung der aufrechten Körperhaltung
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Lähmung der unteren Extremität(en)
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Spastik der unteren Extremität(en)
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Dimension Hausgebundenheit - RisikofaktorenDimension Rollstuhlgebundenheit - RisikofaktorenDimension Bettlägerigkeit - Risikofaktoren
      Komplexität der Erkrankungen
      • Komorbidität oder Multimorbidität
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Polypharmazie
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Komplexität der Erkrankungen
      • Komorbidität oder Multimorbidität
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      Komplexität der Erkrankungen
      • Komorbidität oder Multimorbidität
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Polypharmazie
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Belastung
      • Erhöhte Krankheitslast bzw. Symptomlast
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Fatigue-Syndrom
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Akute und/oder chronische Schmerzen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      Belastung
      • Erhöhte Krankheitslast bzw. Symptomlast
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Fatigue-Syndrom
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Akute und/oder chronische Schmerzen
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Belastung
      • Erhöhte Krankheitslast bzw. Symptomlast
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Fatigue-Syndrom
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Akute und/oder chronische Schmerzen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      Endogener Verstärker (Booster)
      • Verstärktes psychisches Leidensempfinden
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Bewegungsarmer Lebensstil
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Ältere Menschen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Ängstliche Menschen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Depression
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Hinnehmen der Situation der Ortsgebundenheit als schicksalhaft
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Verringertes Selbstvertrauen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Sturzangst
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Sehbeeinträchtigung bzw. Blindheit
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Inkontinenz
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Verringerte Orientierung außerhalb des Hauses
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Psychische Beeinträchtigungen (z. B. durch ein Messi-Syndrom, Schizophrenie)
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Adipositas
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Geringe oder fehlende Bewältigung von Krankheit(en) bzw. Gebrechlichkeit und deren Auswirkungen
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Demenz
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Verringertes Selbstwertgefühl
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Mangelndes Wissen über Hilfsangebote in Pflege und Betreuung
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Chronische Wunden
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Kognitive Beeinträchtigungen (z. B. durch geistige Behinderung, mentale Retardierung)
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Endogener Verstärker (Booster)
      • Adipositas
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Ältere Menschen
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Hinnehmen der Situation der Ortsgebundenheit als schicksalhaft
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Sturzangst
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Endogener Verstärker (Booster)
      • Sturzangst
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Mangelndes Wissen über Hilfsangebote in Pflege und Betreuung
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Depression
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Demenz
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Hinnehmen der Situation der Ortsgebundenheit als schicksalhaft
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Mangelernährung
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Verstärktes psychisches Leidensempfinden
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Bewegungsarmer Lebensstil
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Probleme im Selbstmanagement der eigenen chronischen Erkrankung(en)
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Ältere Menschen
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Geringe oder fehlende Bewältigung von Krankheit(en) bzw. Gebrechlichkeit und deren Auswirkungen
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Ängstliche Menschen
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Exogener Verstärker (Booster)
      • Unangepasste Hilfsmittel (Stock, Rollator, Rollstuhl)
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Keine Einschulung bzw. Training in der Verwendung von Hilfsmitteln (z.B. Stock, Krücken, Rollator, Rollstuhl)
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      Exogener Verstärker (Booster)
      • Unangepasste Hilfsmittel (Stock, Rollator, Rollstuhl)
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Keine Einschulung bzw. Training in der Verwendung von Hilfsmitteln (z.B. Stock, Krücken, Rollator, Rollstuhl)
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      Exogener Verstärker (Booster)
      • Geringe Verfügbarkeit von medizinischer Versorgung
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Unangepasste Hilfsmittel (Stock, Rollator, Rollstuhl)
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Betreuung durch überlastete Angehörige
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Betreuung von Pflegepersonen bzw. Angehörigen mit schicksalhafter Einstellung zur Ortsgebundenheit
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Einmal/mehrere Male Hospitalisation
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Ressourcendefizit für die Mobilisation
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Nicht barrierefreie Umgebung (z.B. Wohnung, Haus)
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Unzureichende Verfügbarkeit von Physiotherapie und/oder Ergotherapie
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Wenig bis keine sozialen Kontakte
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Mangelnde Hilfeleistungen durch andere Personen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Betreuung durch überlastete Pflegekräfte
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Schwierige soziale Situation
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Betreuung durch überlastete Pflegekräfte
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Betreuung durch überlastete Angehörige
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Betreuung von Pflegepersonen bzw. Angehörigen mit schicksalhafter Einstellung zur Ortsgebundenheit
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Einmal/mehrere Male Hospitalisation
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Ressourcendefizit für die Mobilisation
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Nicht barrierefreie Umgebung (z.B. Wohnung, Haus)
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Unzureichende Verfügbarkeit von Physiotherapie und/oder Ergotherapie
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Mangelnde Hilfeleistungen durch andere Personen
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Keine Einschulung bzw. Training in der Verwendung von Hilfsmitteln (z.B. Stock, Krücken, Rollator, Rollstuhl)
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Betreuung durch überlastete Pflegekräfte
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Betreuung durch überlastete Angehörige
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Betreuung von Pflegepersonen bzw. Angehörigen mit schicksalhafter Einstellung zur Ortsgebundenheit
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Einmal/mehrere Male Hospitalisation
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Ressourcendefizit für die Mobilisation
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Nicht barrierefreie Umgebung (z.B. Wohnung, Haus)
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Unzureichende Verfügbarkeit von Physiotherapie und/oder Ergotherapie
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Mangelnde Hilfeleistungen durch andere Personen
        (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      • Wenig bis keine sozialen Kontakte
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Fehlende Tagesstruktur
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      • Unzureichende psychologische bzw. psychotherapeutischer Begleitung in der häuslichen oder institutionellen Pflege
        (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      ++ (Konsensgrad Zustimmung von ≥80%) = bedeutendes Charakteristikum.
      + (Konsensgrad Zustimmung von >50% bis <80%) = geringes Charakteristikum. Die Items wurden in der jeweiligen Rubrik der Dimensionen nach bedeutenden und geringen Charakteristika geordnet.
      * Das Charakteristikum „Lebensraumeinschränkung“ wurde als Kurzdefinition im Fragebogen zur Erklärung integriert. Weitere Fragen dazu sind im Charakteristikum „Dauerhaftigkeit“ gestellt.

      Diskussion

      Das Ziel dieser Delphi-Studie, das Modell der Ortsgebundenheit zu validieren und in den Dimensionen zu differenzieren, konnte weitgehend erreicht werden. Die Dimensionen des Modells der Ortsgebundenheit wurden von Pflegeexpert*innen hinsichtlich der Charakteristika, Ursachen und Risikofaktoren mit wenigen Ausnahmen konsentiert, wie dies den Tabellen 3, 4 und 5 zu entnehmen ist. Während es jedoch zu den Dimensionen Hausgebundenheit und Bettlägerigkeit in der Mehrheit der Items einen hohen Konsensgrad gibt, zeigt die Dimension Rollstuhlgebundenheit eher geringe Zustimmung und wenig Konsens. Im Folgenden werden die als kritisch zu betrachtenden Aspekte näher beleuchtet. Die Diskussion orientiert sich am Modell der Ortsgebundenheit.

      Benötigen Hilfe zum Verlassen des Lebensraums

      Zum Aspekt der Lebensraumeinschränkung ist das Charakteristikum „benötigt Hilfe zum Verlassen des Lebensraums“ von besonderer Bedeutung und von einem breiten Konsens getragen. Kritisch zu sehen sind jedoch die geringe Zustimmung bei hausgebundenen Personen hinsichtlich der Verwendung von Hilfsmittel wie Gehstock oder Rollstuhl im Outdoorbereich sowie die Ablehnung der Verwendung von Krücken zur Entlastung einer unteren Extremität. Kritisch deshalb, weil ein Gehstock und Krücken ebenfalls dazu beitragen, mobil zu sein [
      • Howland W.A.
      Impaired physical Mobility.
      ]. Anders ist dies bei der selbstständigen Fortbewegung mit einem nur für den Transport bestimmten bzw. unangepassten Rollstuhl. Mit solchen Rollstühlen erfolgt die Fortbewegung nur mit den Füßen, weil das Antreiben der großen Greifräder mit den Händen zu schwierig ist [
      • Zegelin A.
      “Festgenagelt sein”–Der Prozess des Bettlägerigwerdens durch allmähliche Ortsfixierung.
      ]. Bei der Rollstuhlgebundenheit fand das Item, dass zum Wechsel eines Raumes und zum Verlassen des Bettes Hilfe benötigen werde, geringe Zustimmung. Keinen Konsens gab es zum Item „benötigt Hilfe beim Transfer Bett-Stuhl“. Diese Ergebnisse sind der Mehrdeutigkeit von Rollstuhlgebundenheit zuzuschreiben, die unterschiedliche Ausprägungen haben kann (aktiv oder passiv, dauerhaft oder für eine abgegrenzte Zeit) [

      Schirghuber J, Schrems, B. Being wheelchair-bound and being bedridden. Two concept analysis. Under review 2021.

      ]. Für aktive Rollstuhlnutzer*innen treffen diese Charakteristika nicht zu. Aus dem Modell geht die Unterscheidung der aktiven und passiven Nutzung nicht deutlich hervor. In der Dimension Bettlägerigkeit erhielt das Item Hilfestellung beim Sitzen auf der Bettkante (Bettrand) nur eine geringe Zustimmung. Kontrovers dazu ist ebenfalls die geringe Zustimmung zur Hilfestellung beim Transfer Bett-Stuhl, als auch zum Hilfsmitteleinsatz eines Rollstuhls zum Verlassen des Lebensraums. Wenn bettlägerige Personen eine aufrechte Sitzposition z. B. im Rollstuhl halten können, ist diese Position zu fördern, dies wirkt der orthostatischen Intoleranz entgegen [
      • Howland W.A.
      Impaired bed Mobility.
      ,
      • Khan M.H.
      • Kunselman A.R.
      • Leuenberger U.A.
      • Davidson W.R.
      • Ray C.A.
      • Gray K.S.
      • Hogeman C.S.
      • Sinoway L.I.
      Attenuated sympathetic nerve responses after 24 hours of bed rest.
      ]. Die Betroffenen wären dann rollstuhlgebunden und nicht bettlägerig. Zukünftige Studien müssen sich der gezielten Verwendung von Hilfsmittel widmen, z. B. um die Vor- und Nachteile der Benutzung eines Gehstocks, von Krücken oder eines Rollators bei hausgebundenen Personen zu untersuchen. Dies gilt auch für die Art und Verwendung eines Rollstuhls im Indoor- und im Outdoorbereich.

      Benötigen Hilfe in den ADL und/oder IADL

      Das Charakteristikum „Benötigt Hilfe in den ADL/IADL“ konnte durch die Delphi-Studie im Hinblick auf den Prozess des Bettlägerigwerdens gut differenziert werden. Keinen Konsens gab es in der Dimension Hausgebundenheit zum IADL „Hilfestellung zur Führung des Haushalts“. Diesem Item ist dennoch zuzustimmen, denn nach einer Studie über das Outcome von sozialen Servicedienstleistern für hausgebundene Personen, benötigten 23% der hausgebundenen Personen (n = 57) auch Hilfestellungen im Haushalt. Die Unterstützung durch soziale Servicedienstleistern führt zur Verbesserung der Lebensqualität, welche als unabhängiger Prädiktor in zukünftigen Studien untersucht werden soll [
      • Charlson M.E.
      • Peterson J.C.
      • Syat B.L.
      • Briggs W.M.
      • Kline R.
      • Dodd M.
      • Murad V.
      • Dionne W.
      Outcomes of community-based social service interventions in homebound elders.
      ]. Zusätzlich gilt es in weiteren Studien in Erfahrung zu bringen, ob und wie hausgebundene Personen die Haushaltsführung selbst bzw. mit Hilfsmittel durchführen können.

      Machtlosigkeit

      Das Charakteristikum „Machtlosigkeit“ ist aus der Sicht der Pflegeexpert*innen bei Bettlägerigkeit am stärksten ausgeprägt. Dem gegenüber tritt Machtlosigkeit gemeinsam bei hausgebundenen und rollstuhlgebundenen Personen durch das als gering eingestufte Charakteristikum „durch die Situation an einen Ort gebunden zu sein“ auf. Keinen Konsens fand die Machtlosigkeit aufgrund einer dauerhaft bestehenden Erkrankung und/oder Gebrechlichkeit. Letzteres kann daran liegen, dass diese als Ursache des Gebundenseins [

      Schirghuber J, Schrems B. The burden of boundedness and the implication for nursing. A scoping review. Nursing Forum 2021; 56:950-970. https://doi.org/10.1111/nuf.12637.

      ] und daher weniger als Charakteristikum gesehen wird.

      Mobilitätseinschränkung

      Das Charakteristikum „Mobilitätseinschränkung“ weist im Modell deutliche Differenzierungen der Dimensionen zu Ortsgebundenheit auf, diese wurden in der Delphi-Studie soweit bestätigt. Kritisch zu sehen ist in der Dimension Rollstuhlgebundenheit die Ablehnung, dass diese Personen Probleme in der Aufrechterhaltung einer Sitzposition über längere Zeit haben. Als Gegenbeispiel sind hier Patient*innen nach einem Schlaganfall zu nennen, deren Sitzposition im Rollstuhl regelmäßig von Pflegepersonen adaptiert werden muss. Dies könnte z. B. mit einem speziellen Gerät „WPSD“ (wheelchair-posture support device) erfolgen [
      • Veneman J.F.
      • Jung J.H.
      • Del Manterola Puerto I.
      • Seco Rodriguez M.L.
      • Camiruaga Zalbidea I.
      • Cardoso Martin S.
      • Mendoza Arteche L.
      • Alemany Herrera J.
      Clinical validation of a novel postural support device for hospitalized sub-acute post-stroke wheelchair users.
      ]. Ebenso zu hinterfragen ist die Kontroverse zwischen den als zutreffend beurteilten Charakteristika bei rollstuhlgebundenen und bettlägerigen Personen „Einschränkung beim Gehen, Stehen und Sitzen“ und „Schwierigkeiten beim Treppensteigen“. Da Treppensteigen das selbstständige Gehen impliziert [
      • Howland W.A.
      Impaired Walking.
      ], scheint die Zustimmung bei Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit nicht passend.

      Dauerhaftigkeit und Lebensraumeinschränkung

      Die Charakteristika „Dauerhaftigkeit“ und „Lebensraumeinschränkung“ wurden nur zu Hausgebundenheit und Bettlägerigkeit konsentiert. Zu Rollstuhlgebundenheit gibt es keinen Konsens bzw. keine Zustimmung zu den zugeordneten Items (z. B. zum Item „sind dauerhaft mittels Rollstuhl an einen Ort gebunden“). Wie schon bei der Mobilitätseinschränkung ist dies vermutlich der Mehrdeutigkeit des Begriffs geschuldet. Rollstuhlgebundenheit kann vorübergehend oder dauerhaft sein und bedeutet sowohl Gebundenheit an einen Ort wie auch an einen Gegenstand [

      Schirghuber J, Schrems B. The burden of boundedness and the implication for nursing. A scoping review. Nursing Forum 2021; 56:950-970. https://doi.org/10.1111/nuf.12637.

      ]. Eine klinische Prüfung soll hierzu begriffliche Klarheit bringen.

      Schwäche

      Beim Charakteristikum „Schwäche“, die bei der Hausgebundenheit als bedeutend charakteristisch mit dem zeitlichen Aspekt des Verbringens im Sitzen tagsüber in Verbindung steht, wurde dies als nur gering zutreffend für Rollstuhlgebundenheit beurteilt. Fraglich ist in diesem Zusammenhang die Zustimmung im Charakteristikum „benötigt Hilfe zum Verlassen des Lebensraums“, dass bettlägerige Personen einen Rollstuhl zur Fortbewegung innerhalb und außerhalb des Hauses benötigen, und bei der Schwäche die Zustimmung, dass eine Sitzposition nicht selbstständig gehalten werden kann. Die Nutzung eines Rollstuhls erfordert das aufrechte Halten der Sitzposition ohne/mit Unterstützung durch Haltegurten, Stützkissen [
      • Veneman J.F.
      • Jung J.H.
      • Del Manterola Puerto I.
      • Seco Rodriguez M.L.
      • Camiruaga Zalbidea I.
      • Cardoso Martin S.
      • Mendoza Arteche L.
      • Alemany Herrera J.
      Clinical validation of a novel postural support device for hospitalized sub-acute post-stroke wheelchair users.
      ]. Der Aspekt der Schwachheit (allgemein und muskulär) und dessen Ausprägungen im Kontext der Ortsgebundenheit müssen in weiteren Studien präzisiert werden.

      Ursachen und Risikofaktoren

      Die physiologische Instabilität und die physische Immobilität als Ursachen und die Risikofaktoren (Erkrankung, Komplexität, Belastung, Verstärker) zu Ortsgebundenheit wurden grundsätzlich konsentiert. Nur bei Rollstuhlgebundenheit zeigt sich ein geringer Konsens in den zugeordneten Items. Ebenso ist die physiologische Instabilität bei Rollstuhlgebundenheit und bei Bettlägerigkeit nur mit einem gering zutreffenden Charakteristikum, der chronisch zerebralen Durchblutungsstörung, konsentiert. Dies ist kritisch zu sehen, wenn davon ausgegangen wird, dass sich die Dimensionen der Ortsgebundenheit überlappen, d. h. prozesshaft von Hausgebundenheit hin zu Bettlägerigkeit führen [

      Schirghuber J, Schrems, B. Being wheelchair-bound and being bedridden. Two concept analysis. Under review 2021.

      ]. Hervorzuheben ist ebenfalls ein nicht Konsens bzw. die Ablehnung in allen drei Dimensionen der physischen Immobilität durch Handprobleme (z. B. chronische Verminderung der Kraft bzw. Kraftlosigkeit in den Händen). Die Förderung der Handkraft (z. B. durch Elastikbandübungen) trägt nachweislich zur verbesserten funktionellen Fitness und damit verbunden zu mehr Selbstständigkeit in den ADL bei [
      • Chen K.-M.
      • Li C.-H.
      • Huang H.-T.
      • Cheng Y.-Y.
      Feasible modalities and long-term effects of elastic band exercises in nursing home older adults in wheelchairs: A cluster randomized controlled trial.
      ]. Diese Elastikbandübungen könnten auch dazu beitragen, sich besser an Rollatoren anzuhalten und dadurch stehen zu können, sich mit dem Rollstuhl fortzubewegen, sich im Bett noch selbstständig zu drehen oder sich am Bett in einer sitzenden Position aufzustützen. Die Ursachen und Risikofaktoren verweisen auf pflegerische und interdisziplinäre Aufgaben im Erkennen und Setzen von Maßnahmen. Erkrankungen und deren Komplexität sind durch die Berufsgruppe der Medizin im Kontext der Ortsgebundenheit zu behandeln. Die Prävention und Reduktion der Risikofaktoren (Belastung, endogene/exogene Verstärker) bedürfen sowohl pflegerischer Interventionen (z. B. bei Schmerzen, Fatigue) als auch physio- und ergotherapeutischer (z. B. durch Bewegungstherapie, Hilfsmitteleinsatz und -adaption eines Rollators/Rollstuhls) und psychotherapeutischer Interventionen (z. B. zur Angstreduktion). Ebenso können Maßnahmen durch die Sozialarbeit, z. B. Verbesserung der sozialen Situation mit pflegenden Angehörigen, wesentlich sein. Die Pflege hat neben den eigenverantwortlichen Aufgaben auch eine wesentliche Rolle in der Zusammenarbeit und Koordination der Gesundheitsversorgung im interdisziplinären Kontext [

      Schirghuber J, Schrems, B. Homebound. A concept analysis. Nursing Forum 2021; 56: 742-751. https://doi.org/10.1111/nuf.12586 .

      ,

      Schirghuber J, Schrems, B. Being wheelchair-bound and being bedridden. Two concept analysis. Under review 2021.

      ].
      Den deutschsprachigen Begriffen Hausgebundenheit, Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit wurde mehrheitlich zugestimmt. Verbunden damit konnten bereits im Pretest keine Hinweise zu sprachlichen Nuancen zwischen Deutschland, Schweiz, Südtirol/Italien und Österreich festgemacht werden. Zum Begriff Hausgebundenheit war dessen Zustimmung mit 78,26% sehr hoch. Möglicherweise gab es dazu einen Zusammenhang mit dem persönlichen Erleben des Phänomens während des Beginns des Lockdowns 2020 bei der ersten COVID-19 Welle. Bettlägerigkeit wiederum ist ein alltäglicher Begriff der Pflege [
      • Zegelin A.
      “Festgenagelt sein”–Der Prozess des Bettlägerigwerdens durch allmähliche Ortsfixierung.
      ] und fand im Kontext der Ortsgebundenheit mit 80% eine hohe Zustimmung. Zum Begriff Rollstuhlgebundenheit war die Zustimmung etwas geringer (60%). Dies korreliert mit dem geringeren Ergebnis im Konsensgrad (Tabelle 2) gegenüber Hausgebundenheit und Bettlägerigkeit. Ebenso ist die Drop-out Rate der Pflegeexpert*innen im Verlauf der Studie bei Rollstuhlgebundenheit höher (42,3%) als zu Hausgebundenheit (25,9%) und Bettlägerigkeit (23,1%). Dieses Ergebnis verweist ein weiteres Mal auf ein mehrdeutiges Begriffsverständnis der Rollstuhlstuhlgebundenheit [

      Schirghuber J, Schrems, B. Being wheelchair-bound and being bedridden. Two concept analysis. Under review 2021.

      ].
      Ein Konsens mit ≥80% Zustimmung stellt eine bedeutende Ausprägung von Charakteristika/Ursachen/Risikofaktoren dar. Items mit einem Konsensgrad von >50% bis <80% Zustimmung wurden ebenfalls als geringe Ausprägung miteinbezogen. Durch weitere klinische Validierungsstudien sind insbesondere jene Charakteristika, Ursachen und Risikofaktoren, denen nur gering zugestimmt wurde, z. B. mit dem CDV-Modell (Clinical Diagnostic Validity) nach Fehring [
      • Fehring R.
      Methods to Validate Nursing Diagnoses, Heart & Lung.
      ] zu untersuchen. Damit wird der ranghöchste Evidenzlevel (LOE 2.3 clinical validation) in der NANDA-I Pflegediagnosenklassifikation erreicht [
      • de Oliviera Lopes M.V.
      • Da Silva V.M.
      • Da Cruz D.d.A.L.M.
      Revised Level of Evidence Criteria for Diagnosis Submission.
      ].

      Limitationen

      Der Einbezug der einzelnen Ergebnisse des Konsensgrades zu jeder Frage im Fragebogen bereits zur zweiten Befragungsrunde anstatt der Übersendung des Gesamtergebnisses in einer pdf.Datei (mit allen Items) hätte möglicherweise einen früheren (z. B. in der zweiten Befragungsrunde) oder höheren Konsens zu Items hervorgebracht. Diese Vorgehensweise könnte für zukünftige Delphi-Studien von Vorteil sein.
      Die Untersuchung zur Bezeichnung der Dimensionen von Ortsgebundenheit wurde in der ersten Befragungsrunde zur Ideengenerierung für weitere Arbeiten durchgeführt. Gegenüber einer hohen Zustimmung zu den Begriffen Hausgebundenheit und Bettlägerigkeit ist dem Begriff der Rollstuhlgebundenheit zwar ebenfalls mit einer Mehrheit (60%) zugestimmt worden. Möglicherweise hätte eine Weiterführung der begrifflichen Auseinandersetzung in der zweiten und dritten Befragungsrunde aufschlussreichere Ergebnisse zum Begriff der Rollstuhlgebundenheit im Kontext der Ortsgebundenheit erbracht.

      Schlussfolgerung

      Die Validität des Modells der Ortsgebundenheit und damit verbunden die Differenzierung der Dimensionen Hausgebundenheit, Rollstuhlgebundenheit und Bettlägerigkeit ist ein wesentlicher Beitrag einer evidenzbasierten Gesundheitsversorgung. Dieses Modell ist wiederum Grundlage für die Entwicklung einer Pflegediagnose und pflegerischen und interdisziplinären Interventionen zur Prävention und Reduktion der Ortsgebundenheit. Ein valides Konzept trägt zum Erkennen, Benennen und Verstehen in der Praxis bei. Dadurch können die entwickelten Interventionen sowohl durch die Pflegeprofession (z. B. in der Koordination der Gesundheitsversorgung) als auch durch das interprofessionelle Versorgungsteam (z. B. durch die medizinische Versorgung chronischer Erkrankungen und deren Komplexität und der Einsatz physio- und ergotherapeutische, psychotherapeutischer, sozialer Interventionen) eingesetzt werden. Für die Pflegewissenschaft und die Gesundheitswissenschaften ist ein valides Konzept der Ortsgebundenheit ein Beitrag zur Theoriebildung zum Phänomen der Gebundenheit und Grundlage für weitere Forschung (z. B. Interventionsentwicklung, Outcomeforschung, epidemiologische Studien). Dadurch wird die Vergleichbarkeit von Studien möglich. Mobilität als Gegenteil von Ortsgebundenheit hat nicht nur großen Einfluss auf die Lebensqualität, sondern auch auf Ressourcen im Gesundheitsbereich. Werden zu diesem Phänomen systematisch Pflegediagnosen gestellt, trägt dies nicht nur zur Prävention bei, sondern können diese epidemiologisch ausgewertet und in Berechnungen und zukünftige gesundheitspolitische Entscheidungen einbezogen werden. Allerdings sind dazu weitere Studien zur Validitätsprüfung im klinischen Setting mit den Betroffenen notwendig.

      Danksagung

      Die Autor*innen möchten allen beteiligten Pflegeexpert*innen danken, die mit Engagement diese Studie unterstützten.

      Interessenkonflikt

      Die Autor*innen erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

      Autorenschaft

      J. Schirghuber: Konzeptualisierung, Methodik, Software, Validierung, Formale Analyse, Untersuchung, Ressourcen, Datenpflege, Schreiben – Originalentwurf, Schreiben bearbeiten, Visualisierung, Projektverwaltung.
      S. Köck-Hódi: Konzeptualisierung, Methodik, Validierung, Untersuchung, Datenpflege, Originalentwurf – überprüfen.
      B. Schrems: Konzeptualisierung, Methodik, Validierung, Untersuchung, Datenpflege, Schreiben – überprüfen, Supervision.

      Anhang A. Zusätzliche Daten

      Zusätzliche Daten verbunden mit diesem Artikel finden sich in der Online-Version unter:

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